News

Aktuelle Infos und Kurzberichte der ACA Aktiven

Pilot Self Assessment Systems

ACA begrüßt grundsätzlich alle Initiativen zur Erhöhung der Flugsicherheit im Allgemeinen und zur Verbesserung der Qualifikation von Piloten im Besonderen.

Die Einführung von “Pilot Self-Assessment Systems”, wie sie derzeit bei manchen Airlines beobachtet wird, kann – sofern richtig eingeführt und angewendet – zu einer Qualifikationsverbesserung beitragen.

Derartige Systeme verwenden visualisierte FDM-Daten, anhand derer Piloten ihren letzten Flug nachvollziehen und gegebenenfalls Verbesserungspotenzial identifizieren können.

Grundsätzlich sollen “Pilot Self-Assessment Systems” nur im Rahmen eines voll umgesetzten Programms zur Auswertung von Flugdaten (“Flight Data Analysis Programme” FDAP) eingeführt werden. Sie sollen in bestehende oder zu erstellende Vereinbarungen zwischen Airline und Pilotenvertretern über ein FDAP aufgenommen werden.

Vor Einführung sind unbedigt verbindliche Datenschutzregeln festzulegen, um die Möglichkeit von Missbrauch des Systems zum Nachteil von Piloten zu minimieren.

Der Einsatzzweck ist unmissverständlich zu definieren und nicht-zweckgemäße Verwendung auszuschließen.

In diesem Sinne geht ACA konform mit der Meinung von IFALPA, die im 19pos18-pilot-self-assessment-systems.pdf festgelegt ist.

Air Cargo Security

ACA unterstützt die Haltung der IFALPA, um die Sicherheit im Air Cargo Bereich zu erhalten und stetig weiter zu verbessern.

Air Cargo muss komplexe Sicherheitsprozesse durchlaufen, die IFALPA wünscht hierzu mindestens eine jährliche unangekündigte Überprüfung der Firmen, Zulieferer und des Personals durch Behörden. Weiteres sind die auch die Sendungsstücke in Passagierflugzeugen, zu einem gewissen Prozentsatz in die zufälligen Überprüfungen miteinzubinden. Das Security Personal soll ebenso keine zollrelevanten Aufgaben übernehmen, da sonst die Qualität ihrer eigentlichen Aufgaben darunter leiden könnte.

19pos11-air-cargo-security.pdf

Deportees

Die Thematik der Deportees beschäftigt weiterhin ungebrochen einzelne Staaten und die involvierten Airlines. Die internationalen Pilotenvertreter sind sich einig, dass es nach der Tokio Convention und den daraus resultierenden Befugnissen für den Commander nur möglich ist, eine Abschiebung zu verhindern, wenn ernste Zweifel an der sicheren Flugdurchführung bestehen. Keinesfalls sollten diese Commander-Befugnisse dazu verwendet werden, um aus humanitären Gründen oder auf Druck einer Gruppierung eine Abschiebung zu verhindern. Sollte Druck auf einzelne Crewmitglieder ausgeübt werden, so ist das innerhalb der Airline bzw. den Behörden zu melden.

Einer Abschiebung liegt ein juristischer Prozess zu Grunde. Die Verantwortung für die Abschiebung an sich liegt ausschließlich beim abschiebenden Staat. Was womöglich mit einem Deportee nach Ankunft in seinem Heimatland passiert, liegt nicht im Verantwortungsbereich der Crew. IFALPA verurteilt jegliches Vorgehen, bei dem Crews unter Druck gesetzt werden oder das Flugzeug als Demonstrationsort verwendet wird.

Weiterlesen: das Position Paper der IFALPA 19pos15-passenger-flights-carrying-deportees.pdf