Flug YT-691

Am 15. Jänner kam es zu einem Unfall beim Flug YT-691, mit der Type ATR 72-212 (Kennzeichen 9N-ANC) in Pokhara/Nepal. Unsere Gedanken sind mit den Hinterbliebenen der Passagiere und Besatzungsmitglieder.
ACA zieht keine voreiligen Schlüsse zur Unfallursache, sondern verweist auf die nach internationalen Vorschriften genau geregelte Flugunfall-Untersuchung. Nach Vorliegen eines kompetenten Berichts können wahrscheinlich Schlüsse gezogen und Maßnahmen ergriffen werden, wie derartige Unfälle, wenn schon nicht komplett vermieden, so doch wesentlich unwahrscheinlicher werden.

IFALPA Safety Bulletin – Incorrect QNH Selection

Am 3. Jänner 2023 veröffentlichte IFALPA ein Safety Bulletin, auf das wir unsere Mitglieder aufmerksam machen möchten:

https://www.ifalpa.org/media/3867/23sab01-incorrect-qnh-selection.pdf

 

Hier kommt man zu allen IFALPA Publikationen (Safety Bulletins, Position Papers, etc.)

Abschluss der Zürser Tage für Flugmedizin

Am 04. Dezember gingen die Zürser Tage für Flugmedizin zu Ende.

Der letzte Tag dieses Kongresses “gehört” traditionell der österreichischen Behörde Austro Control. Der Leiter für Luftfahrtpersonal, Herr Michael Lehner-Morawec, ging auf strukturelle Veränderungen innerhalb von Austro Control ein und referierte über aktuelle Änderungen. Viele Piloten, die nicht in österreich tätig sind haben ihre Lizenzen nach Österreich transferiert (z. B. Easy Jet).

Derzeit ist Austro Control für ca. 16.000 medizinische Tauglichkeitszeugnisse verantwortlich. 8.000 davon entfallen auf Piloten, die im Ausland tätig sind und auch dort zum Flugmediziner gehen. Das führte aufgrund rechtlicher Vorgaben zu administrativen Veränderungen. So wurde z. B. eine Liste mit flugmedizinischen Sachverständigen gestrichen. Auch die Liste der akkreditierten Luftfahrtpsychologen gibt es nicht mehr.

Die genauen Hintergründe und weiter interessante Themen wird es in einer der nächsten aca.info Ausgaben zum Nachlesen geben.

Zürser Tage für Flugmedizin Tag 2

Am Vormittag (2.12.) gab es sehr interessante Vorträge aus der Flugmedizin von Dr. Wykypiel über Adipositas in der Luftfahrtmedizin und Dr. Vedic über Augenerkrankungen. Frau Mag. Ristl berichtete am Nachmittag über Stress-Burnout-Prävention und die dazugehörigen Methoden. Zwei Human-Factor Spezialisten von Airbus wurden am Nachmittag aus Hamburg und Toulouse virtuell “zugeschaltet” und stellten die ihre konkreten Aufgaben bei der Entwicklung von Cockpit und Kabine dar.

Der Sexualmediziner Dr. Pfau berichtete in einem sehr beachteten Vortrag, dass die Trans-Gender-Thematik auch in der Flugmedizin größere Beachtung verdient. Ein Mensch, der in einem Männerkörper geboren wurde, von der cerebralen Entwicklung eine Frau ist und auch als Frau “durch´s Leben gehen will”, muss einen teilweise sehr auwändingen Prozess durchlaufen. Während dieser Zeit ist die Flugtauglichkeit nicht mehr gegeben. Dr. Pfau berichtet, dass es vermehrt Anfragen von Piloten oder Pilotinnen gibt, so einen Prozess durchlaufen zu wollen. Ein sehr spannendes Thema, welches gesellschaftliche Veränderungen sichtbar macht.

Auf informeller Ebene gab es sehr interessante Diskussionen hinsichtlich der Bewertung von post- und long-Covid Symptomen als Abgrenzung zu Impfreaktionen. Es wurde relativ rasch klar, dass es dabei sehr unterschiedliche Ansätze gibt. Es bleibt abzuwarten, welche Ergebnisse bereits begonnene Studien bringen werden.

Das war die ACA Generalversammlung

Das war die ACA Generalversammlung: sie fand am 21. November ab 17 Uhr im „Level22“ im Tower VIE statt. Wir konnten zahlreiche Mitglieder in 90 Metern Höhe mit einer großartigen Aussicht begrüßen.

Als außerordentlicher Unterstützer der Arbeit der ACA und für seinen kontinuierlichen Einsatz für die Sicherheit in der Luftfahrt wird Capt.(ret) Peter W. Beer die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Das Protokoll der Generalversammlung wird in der nächsten aca.info veröffentlicht.

IFALPA Safety Committee Meeting, Tel Aviv

Peter Beer und Christian Flatschart vertreten die ACA auf diesem Working Group Meeting.
Updates zu Accidents, Erarbeiten von Working Papers – alles mit dem Ziel die Sicherheit zu bewahren und zu verbessern.

Interessante Diskussionen rund um GPS Interference. Sind VOR und NDB ein möglicher Ausweg aus dieser Situation?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Message of the day!

IF YOU HAVE SOP´S – FOLLOW YOUR SOP´S

 

IFALPA Safety Committee

Accident Investigator Kurs mit safetyone

Ein sicherer Flugbetrieb ist immer und besonders in schwierigen Zeiten die Basis für den sicheren Weiterbestand eines Unternehmens. Die ‘Safety Assurance’ als Teil eines funktionierenden Safety Management Systems beinhaltet neben vielen Tools auch jenes der internen Untersuchung von Incidents.

Mögen manche Findings auch zunächst relativ unbedeutend erscheinen, ergeben sich bei näherer Betrachtung aber oftmals neue Erkenntnisse im eigenen System, die man ohne interne Untersuchung des Vorfalles nicht entdeckt hätte. Auf diese Weise steigert man die Sicherheit im eigenen Unternehmen.

Wie das am besten funktioniert, lehrt Capt. Eckhard JAN seit mehreren Jahrzehnten im deutschsprachigen Raum quer durch alle Flugbetriebe. Sein Kurs wird von IFALPA anerkannt, und ist dank der jahrelangen Zusammenarbeitet mit BFU (Bundesstelle für Fluguntersuchung in Deutschland) und SUB (Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes in Österreich) sehr praxisorientiert.

Machen Sie die vom Vorfall Betroffenen zu an der Untersuchung Beteiligten. Gemeinsam mit Ihrem eigenen Investigator schaffen Sie so die Voraussetzung, dass latente Threats entdeckt und somit beseitigt werden können.
 
Die Austrian Cockpit Association organisiert gemeinsam mit safetyone einen Accident Investigator Kurs. Weil uns die Sicherheit all unserer Pilot:innen das Wichtigste ist.

WANN: 7.-11. November 2022

WO: Flughafen Wien

Lehrgangsgebühr: ACA Mitglieder Sonderpreis € 1.015.- (zzgl. 19% MwSt)

Normalpreis € 1.195.- (zzgl. 19% MwSt)

Der Preis beinhaltet die Verpflegung während des Kurstages inklusive Mittagessen (ohne Frühstück und Abendessen), Kursmaterial inklusive Skriptum in gedruckter Form

Weitere Infos und Anmeldung unter: www.aviationinvestigation.com

Anmeldung bis spätestens 15. September 2022

Absturz OE-FGR

Wie in zahlreichen Medien bereits berichtet wurde, stürzte gestern ein in Österreich registrierter Business Jet in die Ostsee. Die Cessna 551mit der Kennung OE-FGR war unterwegs von Jerez in Spanien nach Köln. ACA Vizepräsident Capt. Christian Flatschart beantwortete in der Sendung „Aktuell nach eins“ (ORF2) einige Fragen, die dieser Unfall aufwirft. Die Ursache des Absturzes wird nur eine unabhängige  Unfalluntersuchung klären können. Dafür wird es nötig sein, Flugschreiber und Cockpit Voice Recorder zu bergen.
Unsere Gedanken sind bei den Hinterbliebenen.

Das war die ACA/AATCA Profi Lounge 2022

Heuer fand zum 10. Mal die ACA/AATCA Profi Lounge statt. Auch heuer konnten wir wieder in der Strandbar Herrmann bei sommerlichen Temperaturen einen gemütlichen Abend verbringen – mit Kolleg*innen aus Cockpit und ATC.

Am 24. August 2022 begrüßten wir an die 100 Mitglieder unserer Vereinigungen zu einem feinen Abend mit Essen, Getränken und einem Lounge Quiz, die Moderation übernahm Bernhard Vosicky, Moderator bei Radio Wien.

Die nächste Profi Lounge soll im Sommer 2023 stattfinden. Hier ein paar Eindrücke von der Veranstaltung:

 

ECA Conference Brüssel, 23.6.

2. Tag der ECA Conference. Die 60 Delegierten einigen sich auf ein Conference Statement, das auf die aktuelle Lage in der Luftfahrt in Europa Bezug nimmt. Darin werden EU Kommission, EASA, nationale Aufsichtsbehörden, Airlines und alle relevanten Stakeholder aufgefordert, dafür zu sorgen, dass:

– Passagiersicherheit nicht aus Kostengründen aufs Spiel gesetzt wird

– Airlines und Airports genügend Mitarbeiter haben, um zu jeder Zeit sicheren und verlässlichen Flugbetrieb garantieren zu können

– Airlines ihre Crews mit Dienstplänen ausstatten, die so ausgestaltet sind, dass Fatigue vermieden wird und die PilotInnen nicht dazu zwingt, an ihre Grenzen zu gehen (‚Commanders‘ Discretion). Das muss von den nationalen Behörden überprüft werden

 – Volle Unterstützung für Crews, um sie dabei zu unterstützen, zu jeder Zeit sicherheitsrelevante Entscheidungen zu treffen, ohne vom Airline-Management unter Druck gesetzt zu werden

– Arbeitnehmerorganisationen im Luftfahrtbereich sollen eingebunden werden, um die Probleme, die die europäische Luftfahrt aktuell hat, gemeinsam zu bewältigen

– Prekäre Arbeitsverhältnisse – Stichwort atypical employment sollen verboten werden