Sriwijaya Air Flight 182

Gemeinsam mit unserem Dachverband IFALPA bedauern wir zutiefst den Unfall einer Boeing 737-500 der Sriwijaya Air Flight 182, die gestern ca. 20km nördlich von Jakarta, Indonesia kurz nach dem Take-Off ins Meer stürzte. Wir sind in Gedanken bei den Familien der Flight- und Cabin Crews und jener der Passagiere, die bei diesem Absturz ihr Leben verloren. Den Einsatz-Teams wünschen wir alles Gute bei der Suche nach möglichen Überlebenden.

Wie IFALPA hoffen auch wir, dass rasch eine gründliche Untersuchung eingeleitet wird, damit die Ursache für das Unglück aufgeklärt werden kann.

 

Round Table Report on the Recovery of European Aviation

Table Report on the Recovery of European Aviation

Über 20 Verbände, die zusammen das gesamte europäische Luftfahrtökosystem vertreten, wollen gemeinsam mit politischen Entscheidungsträgern bis 2050 das Ziel ‘Netto-Null-CO2-Emissionen’ erreichen. Darüber haben wir auch schon in der aktuellen Ausgabe der aca-info berichtet (nov-dez 2020).

Hier der Link zum Report: Aviation-Round-Table-rep.pdf

ACA begrüßt europäische Initiative für bessere Sozialstandards im Luftverkehr

Acht europäische Verkehrsminister fordern in einer gemeinsamen Erklärung einen “sozial verantwortlichen” Luftverkehr in Europa. Das zugrundeliegende Ziel ist es, in der europäischen Luftfahrt eine Ausgewogenheit zwischen wirtschaftlichen und wettbewerbsrechtlichen Aspekten einerseits sowie sozialen und arbeitnehmerrechtlichen Aspekten andererseits herzustellen.

Das zugrundeliegende Ziel ist es, in der europäischen Luftfahrt eine Ausgewogenheit zwischen wirtschaftlichen und wettbewerbsrechtlichen Aspekten einerseits sowie sozialen und arbeitnehmerrechtlichen Aspekten andererseits herzustellen.

Auf Initiative Österreichs haben 7 weitere EU Mitgliedsstaaten – Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, Luxemburg, die Niederlande und Portugal – das Dokument “COVID-19 Recovery: „Towards Socially Responsible Connectivity” unterzeichnet.

Nach Ansicht der unterzeichnenden Ministerinnen und Minister verdienen folgende Probleme, die sich in den vergangenen Jahren gezeigt haben, “vorrangige Aufmerksamkeit”:

  • Rechtsunsicherheit in Bezug auf geltendes Arbeits-, Sozialversicherungs- und Steuerrecht
  • Ungleiche Wettbewerbsbedingungen innerhalb des europäischen Luftverkehrsbinnenmarktes
  • Unterschiedliche Schutzniveaus für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
  • Unzureichende Durchsetzung von Vorschriften auf nationaler Ebene

Die unterzeichnenden Mitgliedstaaten betonen, dass eine bessere Koordinierung zwischen den europäischen und nationalen Verkehrs- und Sozialbehörden dringend erforderlich ist. Rechtssicherheit und die wirksame Durchsetzung europäischer und nationaler Vorschriften seien der Schlüssel für sozial verantwortliche und nachhaltige Bedingungen im Luftverkehr.

“Wir begrüßen diese Initiative ausdrücklich, und sind auch sehr stolz, dass sie von Österreich ausging”, sagt Isabel Doppelreiter, Präsidentin der Austrian Cockpit Association. “Diese Erklärung ist ein wichtiger Schritt beim Wieder-Hochfahren des Luftverkehrs in Europa und wir hoffen auf breite Unterstützung nicht nur in der Politik, sondern auch in der Gesellschaft. Wenn die oben erwähnten Probleme bestehen bleiben und nicht behoben werden, könnten sie sich nach der Krise noch verschärfen. Statt Dumpinglöhne, Scheinselbstständigkeit und anderer prekärer Beschäftigungsverhältnisse brauchen wir faire Löhne, sichere Arbeitsplätze und ein gemeinschaftliches Miteinander. Das hilft den Beschäftigten und stärkt damit auch Wirtschaft und Gesellschaft.”

Zur Erklärung “COVID-19 Recovery: Towards Socially Responsible Connectivity”: https://www.consilium.europa.eu/media/47209/8-tte-socially-responsible-connectivity-rev3.pdf

ACA Generalversammlung 2020

Donnerstag, 10. Dezember 2019, Beginn 16:00 Uhr – Video Konferenz

ACA Mitglieder erhalten kurz vor der Veranstaltung einen Link per E-Mail, mit dem sie an der Generalversammlung mittels Video-Konferenz teilnehmen können. Wir bitten um Verständnis, dass die Teilnahme aufgrund dieser Form der Abhaltung nur mit Anmeldung bis spätestens 8. Dezember 2020 möglich ist. Anmelden für die Generalversammlung können sich Mitglieder ganz unkompliziert: ANMELDUNG

Im Rahmen der  virtuellen Generalversammlung wird es auch zu Abstimmungen kommen. Stimmberechtigt sind nur ordentliche Mitglieder (nicht-ordentliche Mitglieder sind: Pilotenschüler, arbeitslose und assoziierte Mitglieder, Mitglieder im Status pens-affin und Ehrenmitglieder).

Mitglieder, deren Teilnahme an der virtuellen Generalversammlung nicht möglich ist, können ihre Stimme einem anderen, stimmberechtigten Mitglied übertragen. Die Stimmübertragung ist auf der ACA Website online möglich und muss spätestens am 3. Dezember bei ACA eintreffen. STIMMÜBERTRAGUNG

Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme unserer Mitglieder an dieser neuen, spannenden Form der Mitgliederversammlung. Auch wenn wir hoffen, dass wir uns alle bald wieder persönlich treffen können, wollen wir diese Generalversammlung optimal nutzen, um sowohl dem Vereinsrecht Genüge zu tun, als auch um mit unseren Mitgliedern die brennendsten Fragen der Zeit zu diskutieren.

European Pilot Peer Support Initiative

Vor wenigen Wochen wurde eine neue Version des EPPSI (European Pilot Peer Support Initiative) Guide veröffentlicht. EPPSI wurde 2016 von unterschiedlichen Interessensverbänden (Flugmediziner, Pilotenvertreter, Psychologen, Stiftung Mayday) gegründet.
Wie im Namen dieser Initiative schon verankert, ist Pilot Peer Support das zentrale Merkmal von EPPSI. Peer Support Systeme tragen ganz wesentlich zur Unterstützung bei ganz spezifischen Problemen bei. Die meisten ACA-Mitglieder haben Zugang zu einem Peer Support System durch ihren Arbeitgeber.

Natürlich haben solche Systeme Grenzen und so wollen wir als ACA den oft sehr spezifischen Anforderungen in diesem sensiblen Bereich Rechnung tragen. Wir haben in den letzten Monaten unseren ACA-Pilot Support weiterentwickelt und auf eine breitere Basis gestellt. Wir sind der Ansicht, dass die erste Anlaufstelle für Piloten der akkreditierte Luftfahrtpsychologe sein soll. Dadurch wollen wir sicherstellen, dass unsere Mitglieder bei “mental health issues” von Beginn an den kompetenten Ansprechpartner zur Verfügung haben.

Unser Ansatz hat viel Interesse bei anderen Pilotenverbänden hervorgerufen, da der ACA Pilot Support in dieser Form einzigartig ist.
Gerade in diesen harten Zeiten wollen wir alle unsere Mitglieder ermutigen, dieses Angebot zu nutzen.
https://www.aca.or.at/mitgliederbereich/pilot-support/

Bei weiteren Fragen, stehen wir gerne zur Verfügung.

Aviation Humor

Die Zeiten sind ernst genug – warum nicht auch mal was zum Lachen?

Die Redundanz des Teams

Fluggesellschaften und deren Investoren äußern vermehrt den Wunsch, die Anzahl an PilotInnen zu reduzieren. Die Ziele sind eindeutig: Ein-Mann-Cockpits und vollautomatische Flugzeuge, deren Technik ohne menschliches Zutun funktioniert. Argumentiert wird dieses Vorhaben mit teuren Personalkosten und verlässlichen Systemen. Außerdem wolle man menschliche Fehler eliminieren. Unser Dachverband IFALPA betont, dass Fliegen die sicherste Ar zu reisen ist – dieser Status sei allerdings nicht ausschließlich mit verlässlichen Systemen, sondern ebenso durch gut ausgebildete PilotInnen über Jahrzehnte erreicht worden. Unser Vizepräsident Christian Flatschart unterstreicht, dass es oftmals nur durch die Koordinations- und Kombinationsgabe des Menschen gelingt, Systemfehler zu erkennen und so schwere Vorfälle oder gar Unfälle zu vermeiden. Flatschart weist auf einen konkreten Fall hin: “Erst vergangenes Jahr gab es einen Vorfall einer österreichischen Fluggesellschaft, bei dem das System einen Triebwerksausfall anzeigte, die Besatzung aber trotz mehrerer weiterer Fehleranzeigen erkannte, dass das Triebwerk einwandfrei funktionierte. Diese Redundanz gibt es nur im Team und kann durch keinen Computer ersetzt werden.”

20pos04-short-form-the-dangers-of-reduced-crew-operations.pdf

Vom A380 Piloten zum Busfahrer

Piloten in aller Welt werden von der COVID-19 Krise besonders hart getroffen. Viele von ihnen sind gegroundet, können nur mit Mühe ihre Lizenzen erhalten und wissen nicht, ob und wann sie jemals wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können.

Und einige orientieren sich neu. Sehen Sie in dieser berührenden Reportage des australischen Senders “Network 10” den Weg zweier A380-Piloten zu städtischen Busfahrern.

“Just Culture” – Manifest

“Just Culture” is a culture in which front-line operators and others are not punished for actions, omissions or decisions taken by them, which are commensurate with their experience and training, but where gross negligence, willful violations and destructive acts are not tolerated.”

„Just Culture“ ist das Rückgrat hoher Sicherheitsstandards – nicht nur in der Luftfahrt oder anderen sicherheitskritischen Industrien. Jede Organisation, die langfristig überleben möchte, muss bereit sein, aus Fehlern zu lernen. Fehler, die aus Angst vor Sanktionen vertuscht werden, sind bestenfalls verpasste Chancen für Weiterentwicklung, schlechtestenfalls eine Ursache für katastrophale Unfälle.

Der hohe Sicherheitsstandard in der Luftfahrt ist ohne Just Culture nicht denkbar. Und selbst hier ist Just Culture nicht selbstverständlich, wie die Verurteilung dreier russischer Fluglotsen nach einem Flugzeugunglück (die aca.info berichtete) zeigt. Die Jagd nach einem Schuldigen ist meist einfacher als die mühsame Suche nach dem Fehler im System.

EUROCONTROL, die Europäische Organisation zur Sicherung der Luftfahrt, propagiert in einem Manifest die Verbreitung der Just Culture Prinzipien. Wir – die Austrian Cockpit Association – rufen dazu auf, dieses Manifest zu unterzeichnen und damit einen Beitrag für mehr Sicherheit und Gerechtigkeit in sicherheitskritischen Industrien zu leisten. Zum Manifest / zur Unterstützungserklärung.

Terroranschlag Wien, 2.11.2020

ACA verurteilt den Terroranschlag auf unschuldige Menschen in der Wiener Innenstadt am 2. November 2020 aufs Schärfste! Die Luftfahrt ist – leider – mit dieser Gefahr seit vielen Jahren sehr vertraut und es wurden unzählige Maßnahmen ergriffen, die vor terroristischen Anschlägen schützen sollen. Dennoch wissen wir, eine absolute Sicherheit gibt es nicht. Aber es scheint, dass sich aus diesem Grund die Orte der Attentate in die Mitte der Gesellschaft, an öffentliche Plätze verlagern. Egal wo die Aggression auftritt: am Ende bleibt es ein feiger Angriff auf unbewaffnete Bürger.

ACA dankt den Exekutivkräften, die hier zum Schutz der Bevölkerung ihr Leben aufs Spiel setzen! Wir trauern mit den Angehörigen und denken an die Verletzten, denen wir rasche Genesung wünschen.