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Drohnen und ihre Konzepte – Automation vs. Autonomie

Langsam aber stetig wachsen die anfangs tiefen Gegenseitigkeiten zwischen den Vertretern der bemannten und den Vertretern der unbemannten Luftfahrt zu einem gemeinsamen Zukunftskonzept zusammen. Und dabei können alle lernen – und zwar voneinander. Die europäische Cockpitvereinigung ECA, der Dachverband der ACA, hat nun in einem Positionspapier klar Stellung bezogen.

Automatisierung und Autonomie von unbemannten Flugsystemen wird in Zukunft aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken sein. Umso wichtiger ist, dass das gemeinsame Fundament auf soliden Beinen steht. Bezugnehmend darauf ist es wichtig, dass das heute erreichte Sicherheitsniveau in der bemannten Luftfahrt als Ausgangsbasis für weitere Sicherheitsentwicklungen gesehen wird und keinesfalls davon beeinträchtigt wird. Die zentrale Schnittstelle ist der gemeinsam genutzte Luftraum. Aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen, Beschaffenheit und Voraussetzungen der einzelnen Luftfahrtsysteme, bedarf es einer ganzheitlichen Betrachtung der in der Zukunft notwendigen Luftraumstrukturen. Wichtig ist, dass der Mensch selbst die finale Entscheidungsgewalt haben muss und die dazu notwendigen Kenntnisse besitzt.

Ob die Luftfahrt in Zukunft wie bei einem modernen Schienenleitsystem funktioniert, oder weiterhin jedes Luftfahrzeug individuell von einem Menschen gesteuert ist, wird sich zeigen. Die breite Palette an Einsatzmöglichkeiten zeigt aber schon heute in eine eindeutige Richtung: Bemannt und Unbemannt kann nur gemeinsam funktionieren.

Stefan Kalina, ACA Delegate Aircraft Design & Operation, RPAS

Zum Positionspapier der ECA: https://www.eurocockpit.be/positions-publications/unmanned-aircraft-systems-and-concepts-automation-and-autonomy

Automation_Autonomy_ECA_Briefing_Paper_20_0423_F_1.pdf