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Air Traffic Management

Cyber-Attacke auf GPS Signal - Nord-/Südkorea

Gespeichert von Administrator am/um 11. April 2016 - 10:12

Mit Nordkorea verbindet man Diktatur, Atommacht und schwelende Konflikte mit Südkorea und den USA. Bei IFALPA ist das Regime kürzlich mit Handlungen aufgefallen, die auch die zivile Luftfahrt betreffen. Immer öfter werden GPS Signale gestört. Elektrische Störsignale gefährden die Sicherheit der Luftfahrt, darüber herrscht bei den Organisationen IFALPA, ICAO und IATA Einigkeit. Damit die bestehenden Frequenzen vor gefährlichen Störsignalen geschützt werden, arbeiten die oben genannten mit der "International Telecommunication Union (ITU)" eng zusammen. IFALPA hat nun einen Fragebogen für alle Mitgliedsverbände und deren Mitglieder ausgearbeitet, um diese Störungen zu messen (derzeit fliegt kein österr. Operator die koreanische Halbinsel an).

Nordkorea ist ein Staat, dessen wirtschaftliche und finanzielle Situation aufgrund zahlreicher Sanktionen enorm angespannt ist. Wie Nordkorea sich trotzdem finanziert, kann in einem lesenswerten Artikel der Wochenzeitung "Die Zeit" nachgelesen werden: Derzeit arbeiten mehr als 50.000 Nordkoreaner, von ihrer Regierung verschickt, in aller Welt, vor allem auf Baustellen und im Bergbau, in der Holzwirtschaft und in der Textilindustrie. Der Großteil ihres Gehalts wird von der nordkoreanischen Regierung einbehalten. Mehr: http://www.zeit.de/2016/13/nordkorea-zwangsarbeiter-ausland-polen

http://www.upi.com/Top_News/World-News/2016/03/31/North-Korea-jamming-GP...

ACA bei Flugsicherheitstagen des Bundesheeres

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Gespeichert von Heinz Frühwirth am/um 28. Januar 2016 - 18:03

Zum zweiten Mal war die ACA vom österreichischen Bundesheer zur Jahresbesprechung Flugsicherheit des Bundesministeriums für Landesverteidigung (und Sport) eingeladen. Die viertägige Veranstaltung ist an den letzten beiden Tagen offen für geladene Gäste aus den verschiedenen Bereichen der österreichischen Luftfahrt und dient zum Erfahrungsaustausch und damit der Förderung der Flugsicherheit.

Für die ACA habe ich heute die Themen Civil/Military-Coordination und Security präsentiert. Kernaussagen: "Ohne Security (Abwesenheit von äußeren Bedrohungen) gibt es keinen sicheren Flugbetrieb!" und "Für einen sicheren Flugbetrieb ist gute Kooperation und Koordination zwischen militärischer und ziviler Luftfahrt von Nöten!" Während in Westeuropa die Situation durch langjährige Zusammenarbeit (im Wesentlichen von Eurocontrol koordiniert) gut im Griff ist und Konzepte, wie Flexible Use of Airspace dafür sorgen, dass der zivile Flugbetrieb auch wirtschaftlich erfolgen kann, gibt es zunehmend Konfliktzonen (Ostsee, Ägäis, Ukraine, Naher Osten bis Afghanistan). IFALPA fordert für diese bessere Informationen über aktuelle Bedrohungen und eine koordinierte Vermeidung dieser Lufträume, damit nicht kommerzieller Druck zu einem sicherheitsbedenklichem Konkurrenzkampf wird.

Breiten Raum fand auch die Problematik der stetig zunehmenden Drohnen, die oft eine Gefährdung des regulären Flugbetriebs darstellen. Besonders die Hubschrauberpiloten, die naturgemäß oft in geringen Flughöhen unterwegs sind, melden immer öfter gefährliche Begegnungen.

Weitere Gäste waren der österreichische AeroClub (vertreten durch Präsident Feinig), der ÖAMTC und Vertreter der FLYING BULLS. Regen Austausch von Sicherheitsaspekten gab es zwischen den Hubschrauberpiloten. Der ÖAMTC prüft die Erweiterung der Emergency Medical Services auf die Nachtstunden unter Zuhilfenahme von Night Vision Goggles und konnte von den militärischen Nutzern wesentliche Erfahrungen einholen.

Safety Bulletin - Simferopol FIR (Krim)

Gespeichert von Administrator am/um 20. August 2015 - 12:38

Sicherheit von zivilen Flügen in der Simferopol Flight Information Region (FIR)

Update: Der Regional Director der ICAO European Region hat am 18. August 2015 einen Brief an Staaten und Organisationen gerichtet, der die Sicherheit von zivilen Flügen in der og. Area betrifft. IFALPA  leitet den Inhalt dieses Schreibens als Safety Bulletin weiter, es steht hier zum Download bereit.

"clear dangers to civil aircraft"

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Gespeichert von Heinz Frühwirth am/um 25. November 2014 - 9:48

In den letzten Jahren wurden zunehmend Konflikte zwischen zivilen und militärischen Luftfahrzeugen in "Lufträumen über der Hohen See" (also ausserhalb von 12 NM der nationalen Küstenlinien) festgestellt. Viele dieser Konflikte wurden als "major risk" klassifiziert. Betroffen sind die Ostsee, die Ägäis und das Schwarze Meer. Von den 56 Mitgliedstaaten der ICAO EANPG hat sich nur die Türkei gegen einen Aufruf an die Staaten ausgesprochen, das Risiko von Vorfällen und potentielle Unfälle durch geeignete Maßnahmen zu unterbinden.

In solchen Fällen wird ausserhalb des offiziellen Meetings versucht eine Einigung zu erzielen. Das ist auch diesmal gelungen. Durch Überzeugungsarbeit und leichte Anpassungen der EANPG-Conclusion kam es letztlich doch noch zu einem Konsens. Ob allerdings die betroffenen Staaten daraufhin wirklich die problematischen Praktiken (Militärluftfahrzeuge ohne Transponder in Betrieb, ohne Funkkontakt mit der zuständigen Flugischerungsstelle, nachts ohne Positionslichter, etc) einstellen, bleibt abzuwarten.

Es empfiehlt sich folglich bis auf weiteres, in den betroffenen Gebieten besondere Vorsicht walten zu lassen. Intensive Luftraumbeobachtung ist angeraten.

European Air Navigation Planning

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Gespeichert von Heinz Frühwirth am/um 24. November 2014 - 16:08

Jährlich im November treffen sich die Vertreter der europäischen Staaten im regionalen ICAO-Büro bei Paris um die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet "Air Navigation" auszutauschen. Heinz Frühwirth vertritt im Auftrag von IFALPA die Pilotenschaft und wird im ACA-Blog interessante Details berichten. 

Am ersten Tag des Meetings werden Informationen über wichtige Ereignisse ausgetauscht. Heuer waren das leider viele Hinweise auf Krisen in der Region und in deren Nähe (Ukraine, Iraq/Syrien; Ebola in Afrka usw), welche sich auf die europäische Luftfahrt auswirken.

Positiv vermerkt wurde eine Initiative von Montenegro, gemeinsam mit Albanien, Kosovo und Makedonien, unterstützt von Ungarn, eine Zusammenarbeit der Staaten auf dem Gebiet der Flugsicherung zu entwickeln, die sich an den "Functional Airspace Blocks (FABs)" der EU orientieren.

Die ICAO European Air Navigation Planning Group ist für 56 Staaten zuständig. Das Gebiet umfasst die Staaten, die man traditionellerweise als Europa versteht, geht aber im Osten bis zur russischen Pazifikküste und inkludiert auch viele der …stan-Staaten in Zentralasien.

Maßnahmen zur Absicherung von sicherheitskritischen Luftfahrt-IT-Systemen werden ebenso erarbeitet, die solche zur Verhinderung von Laser-Attacken auf Luftfahrzeuge.

Profi Lounge gut besucht

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Gespeichert von Heinz Frühwirth am/um 8. Oktober 2014 - 11:12

Die erste Profi-Lounge der ACA gemeinsam mit dem österreichischen Fluglotsenverband AATCA am 7. Oktober war mit ca 35 Teilnehmern gut besucht.

ACA hatte ein Video vorbereitet, auf dem die Zeitabläufe gewisser Cockpit-Prozesse (zB Push-Back mit Engine-Start; rolling take-off vs standing take-off) in Echtzeit veranschaulicht werden konnten. Die ACA-Präsentation "Jet Aircraft Performance" erläuterte die physikalischen Grundlagen und Grenzen des Flugbetriebs und erreichte höchste Aufmerksamkeit.

Die Controller präsentierten Darstellungen der österreichischen Luftraumstruktur mit der Aufteilung der Kontroll-Sektoren und anhand von Radarbildern die Problematik mit diversen Verkehrsströmen.

In den Diskussionsblöcken und beim anschließenden Buffet wurden viele Themenbereiche diskutiert und wichtige Informationen ausgetauscht.

Am 24. März 2015 laden ACA und AATCA wieder zu einem Zusammentreffen in der Profi-Lounge ein.

ACA/AATCA Profi Lounge

Gespeichert von Administrator am/um 22. September 2014 - 14:06

Veranstaltungshinweis für Mitglieder der ACA

Themen werden u.a. sein:
 
- Jet Aircraft Performance
- Cold Temperature Correction
- Änderung Airspace Organisation in Österreich
- Vulkanaktivität Island
- Adherence to flight plan
 
und natürlich Themen, die von den Controllern aufbereitet werden.
 
Wir freuen uns auf einen Abend mit einem hohen Informationsgehalt, vermittelt von unseren engagierten ACA Mitarbeitern, und einen netten und unterhaltsamen Gedankenaustausch mit den Kolleginnen  und Kollegen von AATCA und ACA!
 
Flugverkehr Profi Lounge
Piloten und Controller treffen sich zum Austausch
Wann: 7. Oktober 2014, 18.30 Uhr
Wo: Im „MARX“
Franzosengraben 3, 1030 Wien

http://www.marxgastro.at/

Anmeldung: office@aca.or.at
 

ICAO RVSM Symposium Europa

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Gespeichert von Heinz Frühwirth am/um 12. September 2014 - 15:56

Seit der Einführung von RVSM in Europa (2001 im westlichen Teil, 2012 in Russland und mehreren Staaten auf dem Gebiet der ehemaligen Sovietunion) wird die Einhaltung der Höhengenauigkeit von Flugzeugen im RVSM-Luftraum (FL290 bis FL410) ständig überprüft. Die detaillierten Erfordernisse finden sich hauptsächlich im ICAO Annex 6, aber auch in weiteren Annexen und der PANS-ATM, sowie in Guidance Material von ICAO und anderen Institutionen und in den ICAO Regional Supplementary Procedures.

Leider wurde seit einiger Zeit festgestellt, dass die Erfordernisse teilweise nur mangelhaft, oder auch gar nicht erfüllt werden. Allerdings findet das Monitoring Program immer wieder Flugzeuge, deren Altimertry System Error (ASE) den erlaubten Wert von 245 ft übersteigt. Viele Aircraft-Operators und ihre zuständigen Behörden reagieren aber zu langsam oder gar nicht auf die Aufforderung, die Erfordernisse zu erfüllen.

Das Symposium hat daher die diversen Mängel analysiert und einen Aktionsplan erstellt, der die Staaten und Luftraumnutzer unterstützen soll, die Anforderungen umzusetzen. Darüber hinaus wird für ein im November stattfindendes Treffen der European Air Navigation Planning Group ein Maßnahmen-Katalog vorbereitet, der den Ausschluß von Flugzeugen aus dem RVSM-Bereich vorsieht, wenn diese nicht die Anforderungen erfüllen. Auch für Staaten, deren Behörden nicht im Sinne der ICAO-Vorschriften handeln wird es Sanktionen geben.
 

Vulkanaktivität in Island

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Gespeichert von Heinz Frühwirth am/um 25. August 2014 - 21:32

Seit 16. August bebt die Erde unter dem im Norwesten des Vatnajökull-Gletschers gelegenen Vulkan Bardarbunga auf Island. Mehr als 5000 Beben wurden seither registriert, einige davon überschritten die Stärke 5. Die Gefahrenstufe auf der Aviation Volcano Colour Code Skala (siehe unten) wurde zweimal vorübergehend auf ROT festgelegt und eine Danger Area im Südosten Islands veröffentlicht. Mittlerweile ist die Danger Area widerrufen und die Gefahrenstufe auf Orange zurück genommen worden. Allerdings gibt es weiterhin intensive seismische Aktivität und keine Anzeichen der Veränderung. Ein größerer Ausbruch ist natürlich nicht auszuschließen. NOTAMs und SIGMETs informieren offiziell über den jeweils aktuellen Stand. Interessierte finden die aktuellsten Informationen auf der Website des Isländischen Met Office: http://en.vedur.is

Es empfiehlt sich, die relevanten Informationen zu beobachten und sich die entsprechenden Verfahren in Erinnerung zu rufen. EASA hat ihr Safety Information Bulletin erst vor kurzem auf den neuesten Stand gebracht: http://ad.easa.europa.eu/ad/2010-17R6

Die verlinkten IFALPA Papiere bieten weitere Hintergrundinformationen und stellen die Sicht unserer internationalen Vertretung zu dem Problemkreis "Flugbetrieb bei vulkanischer Verunreinigung der Atmosphäre" dar.

Aviation Volcano Colour Code

GREEN: Volcano is in typical background, non-eruptive state.
YELLOW: Volcano is exhibiting signs of elevated unrest above known background level.
ORANGE: Volcano shows heightened or escalating unrest with increased potential of eruption.
RED: Eruption is imminent or in progress - significant emission of ash into atmosphere likely.

25. März 2014 - SERA Integration Group (bmvit)

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Gespeichert von Heinz Frühwirth am/um 26. März 2014 - 11:33

Die EU implementiert schrittweise ICAO-Regelungen in europäisches Recht und versucht dabei, nationale Abweichungen zu harmonisieren. Unter dem Titel "Standardised European Rules of the Air (SERA)" hat eine EASA-Arbeitsgruppe unter anderem den ICAO Annex 11 (Air Traffic Services) in eine europäische Durchführungsverordnung umgearbeitet. Diese ist Ende 2012 in Kraft getreten. Österreich hat die darin enthaltene Möglichkeit genutzt, die umzusetzenden Vorschriften erst nach der maximalen Übergangsfrist per 4. Dezember 2014 (spätestens) in Österreich zur Anwendung zu bringen.

Seit etwa einem Jahr tagt die vom Verkehrsministerim eingesetzte SERA Integration Group (SIG), um eine Novelle der österreichischen Luftverkehrsregeln (LVR) zu erarbeiten. Die ACA war nun erstmals eingeladen, an den Beratungen teilzunehmen.

An der nunmehr fünften Tagung der SIG nahmen nicht nur Vertreter des bmvit und der AustroControl, sondern auch Aeroclub, AOPA, Austrian Airlines, Wirtschaftskammer, Polizei und Bundesheer teil.

Es stellte sich heraus, dass nicht nur die neue europäische Rechtslage Inhalt der Besprechungen ist, sondern dass viele Stakeholder die Gelegenheit nutzen, um diverse Anliegen mit einzuarbeiten. Das führte zu teilweise sehr heftigen Kontroversen zwischen den Vertretern der Allgemeinen Luftfahrt und zB AustroControl.

Jetzt wird die Zeit langsam knapp, um die verschiedenen Interessen abzustimmen und einen konsensfähigen Entwurf für die LVR-Novelle zu erarbeiten.

Für die ACA: Capt Heinz Frühwirth

 

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