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Aus- und Weiterbildung

AAI Course Dublin

Gespeichert von Isabel Doppelreiter am/um 2. November 2016 - 21:12

Tag 3 neigt sich dem Ende zu. Langsam machen sich neun Stunden Unterricht pro Tag bemerkbar, doch die Neugier ist stärker. Heute war sehr praxisnah und in kleinen Gruppen wurden verschiedenste Materialien behandelt um festzustellen WARUM und WIE sie brechen. In der nächsten ACA Zeitschrift werde ich natürlich ausführlich über diesen Kurs berichten.

Gruß aus Dublin

IFALPA - Accredited Accident Investigators Course

Gespeichert von Isabel Doppelreiter am/um 31. Oktober 2016 - 19:03

Tag 1 von 5 in Dublin 

Gemeinsam mit den ACA Mitgliedern Gerhard Winkler und Martin Pletzer nehme ich gerade am diesjährigen Accident Investigator Kurs in Irland teil. 

Bunt durch gemischt - Belgien, Italien, Tunesien, Holland, Chile, Brasilien, Kenia, Ukraine, Irland - haben wir den heutigen Tag schon mit Case Studies und Statistiken verbracht. Angesichts dem enormen Stapel von Unterlagen, der heute morgen auf unsren Plätzen zu finden war, liege ich wohl richtig in der Annahme, dass auch die kommenden Tage äußerst interessant sein werden. 

Mehr dazu im Laufe der Woche. 

 

 

Ausbildung Heli Pilot/Pilotin Österreich

Gespeichert von Administrator am/um 25. Januar 2016 - 11:31

Das AMS hat einen Berufsinformationsfilm produziert, der den Beruf des Hubschrauberpiloten / -Pilotin zeigen soll.

Uns gefallen die schönen Flugaufnahmen. Kritisch sehen wir einige Aussagen im Film. Die Ausbildung zum Berufs-Hubschrauberpiloten ist SEHR kostspielig und es gibt dann (derzeit) wenig Stellenangebote. Viele Firmen stellen nur bereits erfahrene Piloten an, d.h. eine Lizenz allein hat in der Hubschrauberwelt noch wenig Wert. Betonen möchten wir die Aussage, dass ein zweites Standbein (= ein lukrativer zweiter Beruf) wahrscheinlich für angehende Berufs-Hubschrauberpiloten unumgänglich ist.

Die Konkurrenz am Arbeitsmarkt ist groß, ACA hat von zahlreichen Kündigungen aus wirtschaftlichen Gründen erfahren. Hubschrauberfirmen, die Nordsee-Ölplattformen versorgen, reduzieren ihren Personalstand derzeit drastisch (Folge des niedrigen Ölpreises).

Wir finden es auch schade, dass der Film nur ein einziges Unternehmen zeigt.

ACA findet den Beruf der/des Pilotin/Pilot wunderbar. Wir weisen aber dringend darauf hin, dass derzeit eine solide finanzielle Basis außerhalb der Fliegerei unbedingt notwendig ist und ein berufliches Einsteigen in das Fliegen - auch bei hervorragender Eignung - für keinen Flugschüler sicher ist.

Zum Youtube Video

Pay to Fly

Gespeichert von Administrator am/um 28. April 2015 - 10:16

Die Pay-to-fly Praxis für Jungpiloten muss ein Ende haben!

Wenn ein frisch ausgebildeter junger Pilot einer Airline Geld zahlen muss, um deren Flugzeuge zu pilotieren, dann stimmt etwas nicht. Auch wenn diese Praxis ist in der Airline-Branche relativ neu ist, nimmt ihre Bedeutung immer rascher zu.

Deshalb hat sich der europäische Pilotenverband ECA gemeinsam mit den nationalen Verbänden wie ACA zum Ziel gesetzt, die EU Entscheidungsträger in Parlament und Kommission auf diesen Misstand aufmerksam zu machen und sie aufzufordern, dieser Praxis einen Riegel vorzuschieben. "Self-sponsored line training" nennt sich das oft und wird als Teil des Type Ratings (einem Standard Training innerhalb einer Airline auf einer speziellen Flugzeugtype) "verkauft".

Airlines unternehmen ständig Versuche, die Kosten für Arbeit zu senken, Beispiele dafür sind scheinselbstständige Piloten oder solche, die Zeit-Arbeitsverträge unterschreiben, oder von Personalleasing-Firmen kommen. Aber bei den Jungpiloten bedeutet dies die Abkehr vom Investment einer Airline in zukünftige Mitarbeiter hin zu einer Einkommensquelle für die Airline! Es ist schicht Ausbeutung von jungen Piloten mit einer geringen Erfahrung an Flugstunden.

Der Umstand, dass diese am freien Arbeitsmarkt kaum Chancen auf eine "normale" Anstellung haben, zwingt sie in solche Abhängigkeiten. Aber den jungen Piloten reicht es nun und sie haben eine Petition gestartet, die die ECA ebenfalls unterstützt. “Stop P2F” petition", zu deren Unterzeichnung wir hiermit ebenfalls aufrufen.

Ein Pay-to-Fly (P2F) Vertrag kostet einen Jungpiloten/eine Jungpilotin ca. € 30.000 - 50.000 - zusätzlich zu den Ausbildungskosten (meist durch einen Kredit selbst finanzierten ca. € 100.000). Man kann sich vorstellen, dass man nachdem man lang vergeblich versucht hat, einen Job zu finden, sogar so ein Vertrag unterschrieben wird.

Man kann sich vorstellen, welche Auswirkungen das auf die Sicherheit hat. Wer dafür € 50.000  zahlt, dass er/sie im Cockpit einer Airline sitzt, der wird sich gut überlegen, ob er/sie einen Flug ablehnt, den er/sie als nicht ganz so sicher einstuft.

Zur STOP P2F Kampagne / Petition

 

 

 

Pay-to-fly must stop! from EuropeanCockpitAssociation on Vimeo.

"Pay to Fly"

Gespeichert von Administrator am/um 19. Februar 2015 - 10:29

Wer glaubt, "Pay to Fly" sei ein Randphänomen, der irrt. Weltweit wird diese Form der "Beschäftigung" von Piloten schon vielfach angewandt. Auch in Europa scheint man auf den Zug aufzuspringen, kein Wunder: die Airline verkauft eine Leistung an Piloten (die Flugstunden) und senkt dabei elegant die eigenen Kosten. Kaum eine Airline macht sich bei diesem Geschäft die Hände selber schmutzig, solche Verträge sind meist in andere Firmen ausgelagert.

Wer nicht möchte, dass das zum Standard wird, kann und soll diese europäische Petition unterschreiben: https://secure.avaaz.org/en/petition/p2f_must_stop/

Bei der Conference of Atypical Employment in Paris letzte Woche wurde darüber  ausführlich diskutiert. Ein junger Pilot unter den Teilnehmern hat zu diesem Thema Fakten gesammelt. Hier einige interessante Links:

Luftfahrt-Briefing für EU Abgeordnete

Gespeichert von Peter Beer - ACA am/um 22. Januar 2015 - 14:22

Brüssel 21.2.2015, 18:30

Am Abend des 21. Jänner fand in den Räumlichkeiten des Europäischen Parlaments ein Briefing für die EU Abgeordneten aller Parteien, die in parlamentarischen Luftfahrt Arbeitsgruppen engagiert sind, statt.

25 Repräsentanten der europäischen Pilotenverbände und die ECA Funktionäre tauschen sich mit den Parlamentariern aus.

Die Piloten wünschen sich europaweit, angemessene und klare Regeln (hard rules); Selbstregulierung hat im Bankwesen und anderen Branchen nicht funktioniert.

'Fair Competition' die für Europa langfristig eine solide Luftfahrtbranche ermöglicht, liegt den Piloten ebenfalls am Herzen (keine phantasievollen Anstellungs- und Firmenkonstruktionen um Steuern zu vermeiden und Sozialdumping einzuführen).

Trainingsstandards und Lizensierungsregeln die den hohen Sicherheitsstandard weiter gewährleisten.

... ist so eine Veranstaltung nicht Lobbying? JA, aber die Piloten konnten ihren Enthusiasmus für die Luftfahrt und die Sicherheit deutlich machen; kein Pilot wurde für das "Lobbying" bezahlt; das ehrliche Interesse vieler Abgeordneter war für alle Teilnehmer die schönste Belohnung für den persönlichen Einsatz!

P.S. ECA zeigte als Auftakt der Veranstaltung ein kleines Video, das schön umreißt, wo die Herausforderungen für die europäische Luftfahrt in den nächsten Jahren liegen: Short Video "You are in command"

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