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Logbook ACA

ACA hat neue Führung

Gespeichert von Administrator am/um 30. November 2016 - 10:36
ACA hat seit der Generalversammlung am 22.11.2016 eine neue Leitung. First Officer Isabel Doppelreiter wurde einstimmig zur Präsidentin gewählt - und ist damit weltweit die erste Frau an der Spitze eines Pilotenverbandes. Sie ist 35 Jahre jung und arbeitet seit 8 Jahren im Cockpit einer österreichischen Airline, ist Trainerin für Flugsicherheit (CRM) und verstärkt seit Anfang November unser Team von „IFALPA Accredited Accident Investigators“.
Wir freuen uns mit ihr über die neue Aufgabe und sind gespannt, welche Akzente sie während ihrer Amtszeit setzen wird!

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Generationenwechsel bei ACA

Gespeichert von Administrator am/um 23. November 2016 - 7:07

22.11.2016 fand die diesjährige ACA Generalversammlung statt. Eingeladen waren alle ACA-Mitglieder.

Neben Berichten über das abgelaufene Jahr, eine Vorschau ins nächste, uvm. stand auch eine Vorstandswahl auf dem Programm. Capt.(ret) Peter Beer kandidierte nicht mehr. An seine Stelle trat, einstimmig gewählt First Officer Isabel Doppelreiter. Sie ist damit die erste Präsidentin einer Pilotenorganisation weltweit. Mehr darüber in der nächsten ACA Info.

 

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EASA Conference

Gespeichert von Administrator am/um 27. Oktober 2016 - 8:32

Am 25. und 26. Oktober (in Österreich ein Feiertag) fand in Bratislava die Annual Safety Conference der EASA statt. 

Beide Tage enthielten jeweils 3 Panels, die Panelists gaben zunächst mehr oder weniger kurze (bzw. längere) Präsentationen, dann konnte das Auditorium Fragen stellen, bzw. konnten Paneldiskussionen stattfinden. Keynotespeaker zur Eröffnung war Jeffrey McGuire; sein Thema erfolgreiche Business Models wie Amazon, Uber, usw. Dinge, die wir alle nutzen. Er selbst kommt von Acquia, einer Open Source Firma, die mit Drupal groß geworden ist. ACA nutzt Drupal als Web CMS. Open Source hat viele Vorteile: Der Code ist völlig transparent, man kann jederzeit einsteigen und mitgestalten, ein Produkt kann auf die speziellen Bedürfnisse einer Firma exakt hingebaut werden. Und es gibt keine Lizenzgebühren.

New Business Models war dann auch Thema des ersten Panels, interessant dabei die Insights, die Capt. Morten Ydalus von Norwegian gab. Ein neues Business Modell ist aber auch Aireon, die ADS-B als Serviceleistung ab 2018 weltweit (mit 66 eigenen Satelliten) anbieten werden.

Danach ging es weiter Digital Transformation of Production. Für mich aufschlussreich war, dass z.B. bei Airbus mittlerweile 50 % der Flugzeugteile von neuen A/C aus Verbundstoffen bestehen. Daraus ergeben sich viele Fragen (Haltbarkeit, Umwelt, Gesundheit, Gefahren, etc.). Wenn es auch etwas schwierig war, den detailreichen Folien der Vortragenden zu folgen, so fand ich doch sehr interessant zu hören, wie viel schon aus dem sogenannten 3-D Drucker kommt (z.B. bei Rolls Royce Triebwerken), das nennt man dann aber Additive Manufactoring.

Panel 3 befasste sich dann mit "Less Human Involvement - bringing more safety?". Hier vertrat unser Willi Wesendorfer den Standpunkt der Piloten.

Erstmals wurden die komplette Conference auf Video aufgezeichnet und auf Youtube LIVE gestellt. Man kann die Sessions anschauen: 

Luftfahrtsymposium 2016

Gespeichert von Administrator am/um 14. September 2016 - 15:48

Das Luftfahrtsymposium wurde heuer zum 15. Mal vom Österreichischen Luftfahrtverband veranstaltet. Der Einladung folgten wieder Persönlichkeiten von Aufsichtsbehörden, Airlines, Flughäfen und Luftfahrtindustrie. Interessant waren die Vorträge von Vertretern von Airbus (Julien Manhes) und Boeing (Debra Santos). Beide Flugzeughersteller können sich über volle Auftragsbücher freuen und gewährten einen Einblick in die nächsten Entwicklungsschritte ihrer Flugzeugtypen. Sehr charmant war das Video am Ende des Vortrages des Airbus Vertreters, das dem Erzkonkurrenten Boeing sehr freundlich zum 100. Geburtstag gratulierte. 

Beim Clubtalk - heuer kompetent moderiert von Markus Pohanka - war das Thema "Luftfahrtkapazitäten in Österreich" durchaus unterschiedlich bewertet. Hr. Kratky, CEO Austrian nahm das Stichwort auf um heftige Kritik an der Politik des BMVIT zu äußern. Mit der Zulassung des A380 in VIE würde eine Überkapazität geschaffen, die weitreichende Folgen auf alle anderen Carrier am Hub VIE hätten. Sektionschefin U. Zechner konterte, dass Ö zwar Verkehrsrechte verhandeln kann, aber keinen Einfluss auf die Flugzeugtype hat, mir der dieses Vereinbarung geflogen wird. 

Weitere Elemente des Clubtalks wurden festgehalten und können demnächst in der ACA Info nachgelesen werden.

Für ACA vor Ort: A. Six

ACA - Jungpilotentreffen

Gespeichert von Administrator am/um 17. August 2016 - 14:32

Was ist die ACA, was macht der Pilotenverband? Was unterscheidet die österr. Variante vom deutschen Schwesterverband Vereinigung Cockpit? ACA Leute beantworten eure Fragen in einer gemütlichen Atmosphäre. Jungpiloten/Jungpilotinnen bei Austrian Airlines, die ACA näher kennenlernen wollen, sind herzlich eingeladen!

Wo: Bitzinger Augustinerkeller (unterhalb der Albertina),  Augustinerstraße 1, 1010 Wien.
Wir treffen dich und deine Kollegen dort am 23. August 2016 ab 15:30 Uhr.
 

Blog Thema:

Das war die Luftverkehr Profi Lounge

Gespeichert von Administrator am/um 27. April 2016 - 12:31

Am Abend des 26. April 2016 fand die Flugverkehr-Profi-Louge zum ersten Mal im Spielraum Gasometer statt. Für alle spannend, wie die neue Location aufgenommen werden wird. Wenn man im Gasometer eintrifft - z.B. von der Garage - dann hat man anfangs Schwierigkeiten bei so zahlreichen Geschäften irgendein Leitsystem auszumachen. Aber dann fanden wir doch in den 2. Stock. Der Spielraum bot eine Bühne und einen Zuschauerraum, den wir fast zur Gänze füllen konnten. Offenbar hat die Neugier gesiegt.

Unser Programm war klein und fein, und ließ den Teilnehmern viel Zeit sich an den regen Diskussionen zu beteiligen. Ronny Krenn bot mit seiner Präsentation über die besonderen Herausforderungen für die Flugsicherung auf Regionalflughäfen Einblicke, die sogar für langjährige Piloten zum Teil neu waren. Im Anschluss gab es mit einem neuen Format, der "Doppelconference" zwischen Piloten und Controllern ein interessantes Setting für das Durchdenken von drei Emergency Situationen und die Erwartungen dabei von der jeweils anderen Seite. Mehr erfahrt ihr in der nächsten ACA Info.

Bild: Flugverkehr-Profi-Lounge; die Doppelconference

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8. Deutscher Verkehrspilotentag

Gespeichert von Christian Flatschart am/um 20. April 2016 - 16:18

Mit Themen wie "Mehr Kontrolle für Drohnen", "Saubere Luft in Flugzeugen", "Sichere Ausbildung von Piloten", "IT Security", "Flüge in und über Krisengebiete", liest sich die Themenliste wie manche Schlagzeile der letzten Monate. In den nächsten 2 Tagen werden mehrere Experten die neuesten Erkenntnisse zu diesen Themen präsentieren. Die ACA ist dabei und wird entsprechend berichten.

Liebe Grüße aus Frankfurt

Christian Flatschart, AAP Delegate

Blog Thema:

IFALPA Konferenz 2016 - Tag 4

Bild des Benutzers Robert Oberleuthner
Gespeichert von Robert Oberleuthner am/um 17. April 2016 - 22:24

Am vierten Tag der IFALPA Konferenz stehen die Jahresberichte und die Planung für 2016 der diversen Komitees am Programm die zeitgleich in mehreren Sessions besprochen werden. Unsere 2-Mann "Delegation" teilt sich auf um möglichst viele Bereiche abzudecken.

Hier ein kurzer Überblick über die Themen – Details zu den wichtigsten Bereichen folgen in der ACA Info!

Human Performance

Das Jahr 2015 war vor allem von den Ereignissen rund um den GWI Absturz geprägt. Weitere Themen im vergangenen und heurigen Jahr: Implementierung von Regulativen im Bereich Training, Loss of Control in Flight, UPRT – upset recovery training, MPL, Diskussionen rund um das Thema Medical, Radiation und Fatigue.

Legal

Beherrschendes Thema: Strafbarkeit von Verkehrspiloten!

IFALPA lieferte Rechtsbeistand u.a. für die Piloten von Egyptair, Avianca, Bangladesch und behandelte weiters rechtliche Themen rund um UAVs (unmanned aerial vehicel), Age 65, contract pilots, laser attacks, etc.

Security

Viele Themen: Laser Attacken, Cyber threats, MANPADS, flight deck integrity, cargo security, etc. zeigen die für die Luftfahrt herausfordernden Zeiten.

Professional & Government Affairs

Wichtigstes Thema der Konferenz: ATRP, das Air Transport Regulations Panel der ICAO, bzw. wie man Schaden verhindern kann!

Ansonsten unsere alten Bekannten P2F, atypische Beschäftigungen, TNAs sowie soziale Konsequenzen der MPL Ausbildung. Die europäischen Verbände haben deutlich gemacht, dass unsere Probleme nicht an unseren Grenzen haltmachen werden! Nur ein koordiniertes Vorgehen kann hier zielführend sein um unsere Standards zu definieren.

Accident Analysis and Prevention

Der GWI Absturz war hier das dominante Thema. Dank des Einsatzes der Kollegen werden auch in Zukunft Airborne Image Recorders nicht im Cockpit anzutreffen sein, die aus Datenschutz Sicht bedenkliche Aufnahmezeit von 25 Std. beim CVR wird wohl Realität werden.

Aerodrome and Ground Environment

Neben der Entwicklung der PANS Aerodrome wurde im vergangenen Jahr der IFALPA RST briefing guide entworfen.

Aircraft Design and Operation

Hot Topics: Flight Control, RPAS, Umweltthemen & RWY excursions

Dangerous Goods

Erfolg bei der Umsetzung der neuen Regelung zur Beförderung von Lithium Batterien bei Passagierflugzeugen und neuen Verpackungsvorschriften.

Helicopters

Wieder vielschichtige Themen, das wichtigste hier: RPAS alias Drohnen! Laser Attacken beschäftigen unsere „Rotorheads“ leider genau so. Die geplante Umsetzung von Offshore Alternates gibt Grund zur Sorge.

Nach den Jahresberichten ist die Wahl von Cpt. John Horne als Executive Vice President der IFALPA EUR Region ohne Gegenkandidaten ein reine Formsache. In der kurzen Zeit der bisherigen Konferenz hat John zu mehreren z.T. strittigen Agenden sehr präzise Vorschläge formuliert. Aus unserer Sicht daher eine gute Wahl!

Am Nachmittag des vierten Tages freuen wir uns auf die ersten freien Stunden!

Liebe Grüße,

R & P 

Das war die Podiumsdiskussion

Gespeichert von Administrator am/um 26. November 2015 - 8:45
Im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung der AUSTRIAN COCKPIT ASSOCIATION veranstaltete ACA am 24. November 2015 eine Podiumsdiskussion mit dem Titel: „Cockpit Rot-Weiß-Rot / Perspektiven 2016 und danach“. Am Podium nahmen Platz: Capt. Peter Ziegelwanger (AUA),  Capt. Robert Oberleuthner (NIKI), Capt. Siegfried Lenz (AUA), Capt. Robert Mayerhofer (Expat), Capt. Maximilian Weiermayer (Helicopter) und Capt. Michael Astner (Business Jets). Die Moderation der Diskussion lag in den Händen von Hr. Jens Lang, ORF Wissenschaftsredakteur.
 
Wie bewerten die Teilnehmer die nahe Zukunft der österreichischen Luftfahrtbranche? Mit dieser Frage ging es gleich los, nachdem sich die Teilnehmer kurz vorgestellt hatten. Gerade für Neulinge sei es derzeit sehr schwer, darauf einigte man sich rasch. Der Umstand, dass Lufthansa in ihrer eigenen Flugschule LFT in Bremen 900 Piloten ausgebildet hat, die nun keinen Job haben - bei AUA wurden 180 NFFs (Nachwuchsflugzeugführer) kürzlich eingestellt - zeigt, wie angespannt die Situation in Europa ist. Neue Modelle, wie Pay2Fly - angehende Piloten müssen sich Flugstunden und/oder Typeratings „kaufen“ - tragen zu weiterer Verschärfung bei. 
Währenddessen schließen nach und nach junge Menschen ihre Ausbildung in verschiedensten Flugschulen ab …
 
P. Ziegelwanger: "Der Beruf „Pilot/Pilotin“ ist nach wie vor ein großartiger, wunderbarer Beruf, und es lohnt sich, diese Ausbildung zu machen. Aber man muss möglicherweise viel in Kauf nehmen, um einen Job zu finden, flexibel sein und einen Dienstort fern der Heimat nicht scheuen. Es empfiehlt sich darüber hinaus, die Fliegerei nicht als einziges Einkommensstandbein zu betrachten.“ R. Mayerhofer meint, dass es nicht nur von Nachteil ist, wenn man nicht in ein vollkommen organisiertes Unternehmen eintritt; man lernt immer etwas dabei, egal wo man landet. M. Astner ergänzt, dass es in der Luftfahrtbranche extreme Unterschiede hinsichtlich Bedingungen und Bezahlung gibt. Der Bogen reicht von der Airline mit Kollektivvertrag bis hin zu den Business Jets, deren Piloten oft mehrere Wochen im Ausland „sitzen“ (auf Standby) und den Job verlieren, wenn das Flugzeug verkauft wird. Was - z.B. bei Eurowings - an aus Sicht von Piloten größerer Airlines "unzumutbaren" Arbeitsbedingungen angeboten wird, kann für Expats oder General Aviation-Piloten ein attraktiver Arbeitsplatz sein. Das bestätigt sich auch in der Diskussion mit den zahlreich anwesenden Jungpiloten, für die es nicht mehr darum geht, einen attraktiven Job zu finden, sondern überhaupt endlich in ein Cockpit zu kommen.
 
S.Lenz fügt hinzu, dass der Kostendruck auch ein gesellschaftliches Problem ist. Alle Airlines haben Kosten, die sich gleichen: Kerosin, Flughafengebühren, Werbung, etc. Nur beim Personal könne noch gespart werden. Jeder Einkauf, jede Hotel- oder Flugbuchung via Preisvergleichsplattform trägt dazu bei, dass es diesen extremen Kostenwettbewerb gibt.
 
ACA und ECA (der europäische Pilotenverband, Anm.) haben Pay2Fly als großes Problem erkannt und bereits Politik damit konfrontiert, eine Informationskampagne „Unfair Competition“ läuft seit einiger Zeit. https://www.eurocockpit.be/stories/20140430/pilots-call-europe-to-act-react-impact
 
Weitere Themen der Diskussion: Drohnen (RPAS), hier berichtet M. Weiermayer von einigen Zwischenfällen, die er als Hubschrauberpilot schon selbst erlebt hat und schätzt die Gefahr sehr groß ein. R. Oberleuthner fordert, dass der Betrieb (z.B. die Höhe) von Drohnen technisch beschränkt werden sollten; dem widerspricht S. Lenz, der meint, für Ingenieure ist das dann ein leichtes, solche technischen Schranken zu überwinden. Vielmehr wird es - wahrscheinlich nicht eher als ein Desaster mit einer Passagiermaschine passiert - zu technischen Anpassungen an Großflugzeugen kommen, um Zusammenstöße mit Drohnen zu vermeiden. EU Gesetze zum Drohnen-Betrieb entstehen gerade und ECA ist als europäischer Dachverband in diesen Prozess eingebunden.
 
Zum Ende der Diskussion nähert man sich wieder der prekären Situation von Piloten in manchen Unternehmen. S. Lenz bekräftigt, dass es für alle Piloten wichtig ist, dass sich Piloten in Firmen mit schlechten Arbeitsbedingungen organisieren. Piloten stellen eine Minderheit in einem Unternehmen dar und man könne sich nicht erwarten, dass Bodenbedienstete oder Flugbegleiter für Arbeitsbedingungen von Piloten eintreten. Verbesserungen bei den schlechteren Arbeitsbedingungen hielten den derzeitigen Trend "nach unten" auf. Die Arbeitsbedingungen hätten aber auch einen Sicherheitsaspekt. Hier Standards zu etablieren, oder auszubauen, falls schon vorhanden, sei Pflicht. Nur auf diese Weise schütze man langfristig auch das eigene Arbeitsumfeld. Und am Ende eines (Arbeits-)Lebens geht es nicht darum, wie man Standards entsprochen hat, sondern wie man sie verbessert hat.

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