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Human Performance

HUPER Meeting Paris

Gespeichert von Brunhofer Franz am/um 28. Juli 2017 - 9:28

Ein Ziel des Huper Meetings in Paris war/ist, ein Pilot Support Manual zu entwerfen.

Eine stark strukturierte Arbeitsweise in "Spezialistengruppen" hat uns diesem Ziel sehr nahe gebracht.

In Europa wird dieses Thema in erster Linie mit der German-Wings-Tragödie in Verbindung gebracht - unabhängig davon berichten Kollegen aus den unterschiedlichsten Regionen dieser Welt, dass er Bedarf an Pilot Support offensichtlich weltweit enorm ansteigt.

Wir sind uns einig, dass alle Pilotenverbände Unterstützungsprogramme anbieten sollten. Dabei muss auf regionale Gegebenheiten Rücksicht genommen werden.

Am heutigen, letzten Tag, werden die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen zusammengefasst und innerhalb der ganzen Gruppe besprochen und bewertet.
 

Blog Thema:

HUPER Meeting Paris

Gespeichert von Brunhofer Franz am/um 26. Juli 2017 - 11:44

Das Human Performance (HUPER) meeting hat heute in Paris begonnen.

Der französische Pilotenverband (SNPL) stellt uns dabei die Räumlichkeiten am Flughafen CDG zur Verfügung.

Pilot Command Training war ein zentrales Thema am Vormittag.

Viele Pilotenverbände berichten, dass aufgrund verschiedener Umstände (enormes Wachstum, Pensionierungen,...), viele first officer mit relativ wenig Flugerfahrung das Captain-Training durchlaufen.

Das Training ist dabei oft auf Piloten mit langjähriger Flugerfahrung abgestimmt.

Es ist zwar prinzipiell recht erfreulich, dass die Wartezeit auf Commander-Positionen in vielen Regionen kürzer wird, trotzdem bleibt die Frage, ob das angebotene Training den Veränderungen Rechnung trägt.

Eine sehr intensive Diskussion zeigt, dass große regionale Unterschiede dabei zu beachten sind.

Einerseits gibt es Fluglinien, bei denen Copiloten keinen Start/Landung als pilot flying machen dürfen - auf der anderen Seite dauert die Umschulungsphase vom 1. Offizier zum Captain in manchen Regionen bis zu 3 Jahre.

Die Komplexität dieser Thematik wird evaluiert mit dem Ziel eine klare Stellungnahme diesbzüglich zu erarbeiten.

Am Nachmittag beginnt die intensive Arbeit in 3 Arbeitsgruppen:

  • Pilot Assistance
  • Performance Based Navigation
  • Evidence- and Competency Based Training

Blog Thema:

HUPER Meeting Paris

Gespeichert von Brunhofer Franz am/um 25. Juli 2017 - 7:52

Morgen beginnt ein 3-tägiges Human Performance (HUPER) meeting des internationalen Pilotenverbandes (IFALPA) in Paris.

Um diese jährlich stattfindenden Treffen effizienter zu gestalten, werden 3 zentrale Themen in Gruppen bearbeitet.

  • Pilot Assistance
  • Evidence Based Training and Competency Based Training
  • Performance Based Navigation

Ziel ist es, konkrete Positionen bzw. Aktionen zu diesen Themanblöcken zu erstellen. Schlussendlich entspricht diese Arbeitsweise meiner und auch der Forderung von Kollegen aus der ganzen Welt.Pilot Assistance ist aufgrund der German Wings Tragödie und den Folgen daraus, ein enorm wichtiges Thema. Ich werde in dieser Gruppe die Anliegen der ACA-Mitglieder als Pilot und Psychologe vertreten.

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2 Personen Regel im Cockpit aufgehoben

Gespeichert von Brunhofer Franz am/um 29. April 2017 - 14:33

Nach dem tragischen Germanwings-Absturz im März 2015 kam es zu gravierenden Veränderungen in unserem unmittelbaren Arbeitsumfeld.

Als eine der ersten Maßnahmen wurde die 2 Personen Regel im Cockpit relativ rasch nach diesem Vorfall umgesetzt.

Wir als Pilotenvertreter haben auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene den Nutzen dieser neuen Vorschrift sehr stark in Zweifel gezogen.

Schlussendlich konnten wir die EASA davon überzeugen, dass die 2 Personen Regel nicht dazu geeeignet ist, die Sicherheit zu erhöhen.

Die EASA veröffentlichte im Juli 2016 das safety information bulletin (SIB) 2016-09. Darin wurde jedem Operator erlaubt die 2 Personen Regel aufzuheben.  Voraussetzung dafür ist eine Risikobewertung des Operators.

Die österreichische Behörden setzten das SIB der EASA im Herbst 2016 um.

Nachdem nun der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) sich der Meinung der internationalen und nationalen Pilotenverbände angeschlossen hat („Die Evaluierung hat gezeigt, dass die Zwei-Personen-Regelung keinen Sicherheitsgewinn bringt"), werden alle Fluglinien der Lufthansa-Gruppe bis voraussichtlich Ende Juni 2017 die Empfehlung des BDL umsetzen.

Es ist davon auszugehen, dass die meisten europäischen Fluglinien diesem Beispiel folgen werden.

Wir dürfen dies durchaus als Erfolg für unsere Arbeit auf nationaler und internationaler Ebene "verbuchen".

Die Verantwortlichen Behördenvertreter und Entscheidungsträger der großen Fluglinien hatten es sicher nicht einfach, diese Entscheidung so zu treffen.

Das öffentliche Interesse und der politische Druck waren enorm.

Diese erfreuliche Entwicklung zeigt, wie wichtig die Arbeit der Pilotenverbände ist. Wir werden bei vielen Themen von Behörden, Fluglinien, Flugzeugherstellern, .... als kompetente Partner wahrgenommen.

Unser Ziel muss aber sein, in viele Prozesse noch stärker eingebunden zu werden, um unser Arbeitsumfeld noch intensiver mitgestalten zu können.

Voraussetzung für die (Schlag) Kraft von Pilotenverbänden ist eine solide Basis. Diese Basis kann nur durch einen hohen Organisationsgrad der Gruppe erreicht werden, für die wir als Pilotenvertreter arbeiten.

Oder anders ausgedrückt: "Jeder Pilot, der in Österreich von der Arbeit der ACA profitiert, sollte ACA-Mitglied sein".

Die Aufhebund der 2 Personen Regel im Cockpit ist ein gutes Argument, um neue Mitglieder zu gewinnen.

 

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European Pilot Peer Support Initiative (EPPSI)

Gespeichert von Brunhofer Franz am/um 1. Februar 2017 - 9:38

Am 2. Februar findet in Frankfurt das 1. Treffen dieser Peer Support Initiative statt. Ich werde ACA dabei vertreten.

Veranstalter sind:

  • Der europäische Pilotenverband (ECA)
  • Der Verband der europäischen Luftfahrtpsychologen (EAAP)
  • Die europäische Gesellschaft für Luft- und Raumfahrtmedizin (ESAM)
  • Die Stiftung Mayday

Ziel dieser Veranstaltung ist es, eine Unterstützungsplattform (Peer Support) für Piloten aufzubauen - oder wo bereits vorhanden auszubauen. Der Germanwings-Unfall hat eine breite Diskussion um die psychische Gesundheit von Piloten ausgelöst. Der öffentliche und politische Druck auf die Behörden war und ist groß. Es kam bereits zu Veränderungen unserer Arbeitsumwelt (4-Augen-Regel im Cockpit) und es wird weitere Änderungen geben. Es ist davon auszugehen, dass Pilot Support Systeme verpflichtend einzuführen sind. Wir Piloten befinden uns in einem enorm dynamischen Umfeld - die Arbeitsbelastung steigt kontinuierlich an. Ich bin als Psychologe und Pilot der festen Überzeugung, dass wir vor diesem Hintergrund unseren Kollegen Hilfe anbieten müssen - und zwar rechtzeitigt und unter Wahrung der Anonymität. Rechtzeitig: psychische Probleme sind im Vorfeld meist durch Angehörige, Freunde, Arbeitskollegen recht gut erkennbar. Anonym: ein Support-System muss außerhalb der jeweiligen Fluglinie "angesiedelt" sein. Betroffene müssen ohne Angst den Arbeitsplatz zu verlieren eine Anlaufstelle haben.

Ich hoffe, dass wir mit dieser Initiative eine europäische Lösung finden, die uns Piloten in einer sehr herausfordernden Situation eine Hilfestellung bietet.

Dr. Franz Brunhofer

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CRM Assessment

Gespeichert von Administrator am/um 19. Januar 2017 - 9:47

Crew Resource Management (CRM) ist ein Thema, das in den vergangenen Jahren viel Aufmerksamkeit erhalten hat. Woraus ein CRM besteht und wie es trainiert werden soll, das wird vielerorts unterschiedlich interpretiert. Bessere Gesetze und Guidance Material für Luftfahrtunternehmen haben dazu geführt, dass man im allgemeinen von einer Verbesserung im CRM Training sprechen kann. Das demnächst erwartete Amendment des ICAO PANS-Trainings (wird mehr competency-based training enthalten) hat IFALPA veranlasst, einen Artikel des HUPER Committee Vice Chairman of Human Factors, Capt. Dave McKenney zu veröffentlichen, der erstmals 2011 im ICAO Training Magazine erschienen war.

Wir stellen diesen Artikel hier zum Download bereit. Dieser Artikel wurde dem Interpilot Magazine (1/2017) der IFALPA entnommen.

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Alkohol- und Drogenkontrollen

Gespeichert von Brunhofer Franz am/um 14. Oktober 2016 - 9:47

Die beabsichtigten Alkohl- und Drogenkontrollen für Piloten werden nun wahrscheinlich doch nicht verpflichtend eingeführt. Die EASA wollte ja aufgrund von Empfehlungen der Germanwings Task Force diese Kontrollen dem jeweiligen Operator vorschreiben. Pilotenvertreter haben sich auf nationaler und internationaler Ebene ganz klar gegen diese Maßnahme ausgesprochen. Wir sind der Meinung, dass es durch solche Kontrollen zu keiner Erhöhung der Sicherheit kommt. Viele unserer Einwände konnten nicht entkräftet werden. Details gibt´s wie immer in der nächsten ACA Info.

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Konferenz der europäischen Luftfahrtpsychologen

Gespeichert von Brunhofer Franz am/um 28. September 2016 - 19:41

Der Verband der europäischen Luftfahrtpsychologen (EAAP) hält derzeit eine Konferenz in der Nähe von Lissabon (Cascais) ab. Diese Veranstaltung ist mit 250 Teilnehmern außerordentlich gut besucht. Ich bin wahrscheinlich der einzige Vertreter einer Pilotenvereinigung (eine genaue Teilnehmerliste konnte ich noch nicht einsehen). Es gibt eine Fülle von Vorträgen und Diskussion, die sich schlussendlich alle auf die Sicherheit in der Luftfahrt beziehen. Im Mittelpunkt der informellen Diskussionen stehen derzeit die geplanten Veränderungen aufgrund der Empfehlungen der Germanwings Task-Force. Dabei fühlen sich viele der anwesenden Luftfahrtpsychologen "übergangen" und nicht demensprechend repräsentiert. Neben Safety stehen vor allem Performance (von Piloten und ATC-Mitarbeitern) und Selektion im Mittelpunkt des Interesses. Piloten sind bei dieser wichtigen Veranstaltung leider nur sehr wenige anwesend, obwohl es bei vielen Schwerpunkten um das Arbeitsumfeld von uns Piloten geht. Der Kongress dauert noch bis Freitag.

Ich werde ausführlich in einer der nächsten ACA-Infos darüber berichten.

Franz Brunhofer

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Weibliche Verstärkung in der psychologischen Betreuung

Gespeichert von Isabel Doppelreiter am/um 28. Juli 2016 - 15:36

Wir freuen uns Euch mitteilen zu können, dass wir ab September 2016 unser Angebot der psychologischen Betreuung für ACA Mitglieder erweitern werden. Herr Dr. Grössenbrunner erhält Verstärkung durch Frau MMag. Baumgartner.

Unser Erstgedanke, psychologische Hilfestellung für Pilotinnen, die ACA Mitglied sind, bereit zu stellen, wird nun davon abgelöst, dass es für alle hilfesuchenden ACA Mitglieder von Vorteil ist, zwischen zwei Anlaufstellen zu wählen.  

Nähere Infos zu Frau MMag Baumgartner, sowie Kontaktdaten gibt´s in der nächsten ACA Info im Herbst zu lesen.

 

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Pilots helping Pilots

Gespeichert von Administrator am/um 5. Juli 2016 - 9:04

Im Rahmen des EASA Medical Fitness Workshop in Köln (Mitte Juni) wurde die Bedeutung des Peer Support im Airline-Bereich hervorgehoben. Man hat festgestellt, dass Peer Support Programme eine adäquate, effektive und kosten-effiziente Möglichkeit darstellen, die Flugsicherheit zu erhöhen. Schwierigkeiten beim Training, anstrengende Kinderbetreuung, Sorgen und Ängste - Piloten haben all diese alltäglichen Probleme genau wie jeder anderer Mensch auch. Ernst wird das, wenn diese kleinen Alltagssorgen aber zu größeren Problemen werden und vielleicht sogar Drogen oder Alkohol ins Spiel kommen. Wenn man aber eine Gemeinschaft um sich weiß, auf die man sich verlassen kann, Piloten-Kollegen, die dazu ermutigen, Hilfe anzunehmen, dann ist das ein erster Schritt zur Problemlösung. Piloten, die Problemen haben, sollen nicht in den Untergrund gedrängt werden.

Es gibt bereits solche Programme, die schon jahrelang erfolgreich laufen (HIMS, Anti-Skid, usw.), Piloten dabei geholfen haben, schwierige Situationen zu meistern und sie wieder ins Cockpit zurück gebracht haben.

Mehr dazu auf https://www.eurocockpit.be/stories/20160701/pilots-helping-pilots und in der nächsten ACA Info, die in den nächsten Tagen erscheint.

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