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Human Performance

HUPER working group meeting Frankfurt

Gespeichert von Brunhofer Franz am/um 9. Mai 2018 - 16:39

~~Das 3-tägige Arbeitsmeeting des Human Performance (HUPER) Komitees ist heute zu Ende gegangen.
Nahezu 30 Pilotenvertreter aus 15 unterschiedlichen Ländern haben dieses Treffen genutzt, um für unsere Mitglieder folgende Themenbereiche intensiv zu bearbeiten:
• Performance Based Navigation (PBN)
• Command Training
• Competency Based Training
• Fume Events – Cabin Air Quality
• Ionizing Radiation
Wir haben in den vergangenen 3 Tagen für diese Bereiche eine breite Basis geschaffen, um in den nächsten Monaten unterschiedliche Publikationen (vom briefing leaflet bis zum position paper) zu erarbeiten.
Einerseits wollen wir für unseren Mitgliedern Informationen zu wichtigen Themen  zur Verfügung stellen – andererseits benötigen wir eine einheitliche Haltung, um unsere Mitglieder bei Behörden, Flugzeugherstellern und Fluglinien weltweit vertreten zu können.
Mein spezielles Interesse galt dabei den Themen PBN und Command Training.
In einer der nächsten aca-info Ausgaben werde ich über die gewonnen Erkenntnisse berichten.

Blog Thema:

Performance Based Navigation (PBN) und Command Training

Gespeichert von Brunhofer Franz am/um 9. Mai 2018 - 8:43

Beim Arbeitstreffen der Human Performance (HUPER) Delegierten in Frankfurt wurden gestern und vorgestern unterschiedliche Themen in kleineren Gruppen bearbeitet. Die Absicht, ein kurzes "briefing leaflet" zur Performance Based Navigation (PBN) zu verfassen, mussten wir nach sehr intensiven Diskussionen verwerfen. Aufgrund der Komplexität und der unterschiedlichen Vorgaben, muss ein briefing leaflet doch umfassender und ausführlicher gestaltet werden.

Ein Beispiel aus der Diskussion: Bei einem RNP-approach with vertical guidance" (APV) ist meist mindestens die niedrigste - manchmal auch die höchst zulässige - Temperatur angegeben.  So ist der RNP N approach in VIE auf die Piste 16 bis zu einer Temperatur von minus 7 Grad Celsius zugelassen.

Bei der Diskussion stellte sich heraus, dass alle Fluglinien bei diesem Anflug und einer aktuellen OAT von minus 7 Grad - ihre Piloten verpflichten, auch das Minimum zu korrigieren (cold temp. correction) - alle Fluglinien außer jene der Lufthansa-Gruppe. Ich hoffe, dass es bis zur nächsten Ausgabe der ACA Info eine Lösung bzw. logische Erklärung für diese unterschiedliche Vorgangsweisen gibt.

Ein weiteres Thema war Command Training: Aufgrund sehr dynamischer Entwicklungen in den unterschiedlichen Regionen dieser Welt, stehen wir vor der Situation, dass KollegInnen mit sehr wenig Flugerfahrung eine Kapitäns-Position angeboten bekommen. Ein Kollege aus den USA berichtet von einem Fall, bei dem ein junger Kopilot nach 6 Monaten Kapitän auf einem Linienflugzeug wurde! Wir wollen für diese Thematik klare Vorgaben hinsichtlich erforderlicher Ausbildungsstandards und Eingangsvoraussetzungen, schaffen.

Einen ausführlichen Bericht wird es in der nächsten aca.info geben.

Blog Thema:

Performance Based Navigation (PBN)

Gespeichert von Brunhofer Franz am/um 7. Mai 2018 - 19:36

Am ersten Tag des Arbeitsmeetings des Human Performance (HUPER) Komitees in Frankfurt war Performance Based Navigation (PBN) ein Hauptthema. Ich hatte die Gelegenheit, mit Delegierten von unterschiedlichen Pilotenverbänden einen sehr intensiven Dialog zu führen. Dabei wurde schnell klar, dass es kaum möglich ist, die Diskussion auf wenige Aspekte zu reduzieren und gleichzeitig der Komplexität dieser sehr anspruchsvollen Thematik voll gerecht zu werden. Es ist aber dringend notwendig, klare, übersichtliche Strukturen zu schaffen, die in Trainings und in der täglichen Operation sinnvoll und effizient eingesetzt werden können. Unterschiedliche Behördenvorgaben und regionale Unterschiede erschweren eine notwendige Standardisierung. Temperaturlimits für RNP Approaches werden in unseren Breiten meist als "Obstacle-Kriterium" des Architekten solcher Verfahren verstanden, die ISA-Abweichungen (cold weather...) kompensieren sollen. Einen Hinweis bei welcher Temperatur der "approach angle" ein Limit von z. B. 3,50 Grad überschreitet, ist bei einigen asiatischen Fluglinien verpflichtend auf Anflugblätter für RNP Anflüge vorgesehen. Z. B. Colombo RNP 04 - 40 Grad Celsius (siehe beigefügtes Bild). Wir wollen bei diesem Arbeitstreffen in Frankfurt ein "briefing leaflet" für unsere Mitglieder entwerfen.

Blog Thema:

HUPER working group meeting Frankfurt

Gespeichert von Brunhofer Franz am/um 7. Mai 2018 - 5:39

Heute, 7. Mai, beginnt in Frankfurt ein 3-tägiges Arbeitsmeeting des HUPER (human perfomance) Komitees des internationalen Pilotenverbandes (IFALPA).

Ich werde dabei die Interessen des österreichischen Pilotenverbandes vertreten. Mein spezielles Interesse gilt dabei den Themen Performance Based Navigation (PBN) und Command Training. Gerade bei PBN gibt es eine Fülle von missverständlichen Definitionen, die einer raschen Klärung bedürfen. Wir wollen in den nächsten 3 Tagen in kleinen Arbeitsgruppen eine klare Haltung der internationalen Pilotengemeinschaft erarbeiten. Ein funktionierendes PBN Konzept verlangt unmissverständliche Rahmenbedingungen, die in Zusammenarbeit mit Behöreden und Flugzeugherstellern festgelegt werden müssen. Diese Rahmenbedingungen bilden eine wichtige Voraussetzung für ein umfassendes PBN-Training für alle Piloten.

Neben PBN und Command Training werden noch folgende Themenbereiche bearbeitet werden:

  • Competency Based Training (CBT)
  • Fume Events
  • Ionizing Radiation

Ich werde in einer der nächsten ACA-Infos ausführlich über dieses Arbeitstreffen berichten.

Blog Thema:

EU regelt Random Alcohol Tests

Gespeichert von Administrator am/um 15. März 2018 - 10:28

Random Alcohol Tests für Crews (im Rahmen des Ramp Inspection Programme für Cockpit und Kabine) werden ab 2020 eu-weit Realität. Das ist eine der Konsequenzen aus dem Germanwings Unglück. Zwar hatte diese Tragödie nichts mit Alkohol oder Drogen zu tun, und deshalb kann man auch nicht davon sprechen, dass die Gesetzesänderung verhindern wird, dass so etwas wieder passiert. ECA und ihre Mitgliedsverbände haben in vielen Gesprächen mit verantwortlichen Politikern versucht, dies klar zu machen, die EU Gesetzgebung hält die Maßnahme aber dennoch für sinnvoll.

Der Vorschlag enthält aber auch Vorschriften zu einem verantwortungsvollen Peer Support System, zu dem die Airlines in Zukunft verpflichtet werden. Solche Systeme können helfen, dass frühzeitig Probleme wahrgenommen und behandelt werden. Die Erfassungsrate ist deutlich höher als mit herkömlichen Random Tests.

Mehr Details zu den geplanten Änderungen auf http://www.eurocockpit.be/news/legislation-alert-random-testing-peer-sup....

Blog Thema:

Zürser Tage für Flugmedizin Teil 3

Gespeichert von Brunhofer Franz am/um 17. Dezember 2017 - 9:17

Letzer Tag der Zürser Tage für Flugmedizin. Von flugmedizinischen Sachverständigen wird derzeit dargestellt, dass es gewisse Verhaltensregeln im Vorfeld einer medizinischen Untersuchung (Medex) zu beachten gibt (z. B. einige Tage vor dem Medex auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten - nur mäßig bis kein Sport,....). 

Neben einem detaillierten Bericht vom Kongress, werde ich in einer der nächsten ACA-Infos auch auf solche Themen genauer eingehen.

Zürser Tage für Flugmedizin Teil 2

Gespeichert von Brunhofer Franz am/um 16. Dezember 2017 - 14:12

Der Kongress der österreichischen Akademie für Flugmedizin ist auch dieses Jahr außerordentlich interessant und informativ.

Hier einige Infos vorab im Telegrammstil:

  • Der Chemiker und Toxologe Dr. Bicker berichtet über die Möglichkeiten zum Nachweis von Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenmissbrauch. Dabei wird rasch klar, dass die meisten Vor- bzw. Schnelltests im Zusammenhang mit den von der EASA vorgeschriebenen "random alcohol und drug tests" nicht zuverlässig einsetzbar sind.
  • Dr. Eidher von Austro Control weist darauf hin, dass diese Tests erst nach einer längeren Übergangsphase, dem Operator in Österreich vorgeschrieben werden.
  • Dr. Kalliontzis (medical director AUA) setzt sich in diesem Zusammenhang für eine Betriebsvereinbarung ein.  Tests unmittelbar vor oder nach einem Flugeinsatz sollte es diesbezüglich nicht geben.
  • Von kardiologischer Seite wird darauf hingewiesen, dass übermäßiger Sport sehr häufig zu einer nachhaltigen Schädigung des Herz- Kreislaufsystems führen kann. Dabei kommt es u. A. zu Dehnungserscheinungen gewisser Regionen, die sich ganz klar am Ultraschall abbilden. Offensichtlich wird diese Thematik populärwissenschaftlich massiv unterschätzt.
  • Der Psychiater Dr. Leitner gibt zu Bedenken, dass die "Mergerthematik" von vielen Betroffenen als Beleidigung, Kränkung empfunden wird. Dadurch können Beeinträchtigungen entstehen, die "bestenfalls" leistungsmindernd  wirken - im schlimmsten Fall zu massiven Störungen wie z. B. Depressionen führen.

Der Kongress geht morgen, Sonntag zu Ende. Ich habe bislang den Eindruck gewonnen, dass die Flugmediziner uns Piloten massiv dabei unterstützen wollen, flugtauglich zu bleiben bzw. eine verlorengegangene Flugtauglichkeit wieder zu erlangen. Das Vertrauensverhältnis zwischen Flugmedizinern und Piloten ist zwar prinzipiell recht gut - es gibt aber unterschiedliche Möglichkeiten dieses Verhältnis noch zu stären.

Einen ausführlichen Bericht von dem Kongress in Zürs gibt es in einer der nächsten Ausgaben der ACA-Info.

Zürser Tage für Flugmedizin

Gespeichert von Brunhofer Franz am/um 14. Dezember 2017 - 12:22

Heute begann in Zürs der Kongress der österreichischen Akademie für Flugmedizin. Die "Zürser Tage für Flugmedizin" stehen heuer unter dem Motto "KEEP THEM FLYING".

Im Anschluss an die GermanWings-Tragödie berichten Kollegen aus den unterschiedlichen Regionen dieser Welt, von einem Anstieg beim Entzug der medizinischen Tauglichkeit. Es bleibt abzuwarten, ob dies auch von den österreichischen Flugmedizinern so bestätigt werden kann. Das Motto "KEEP THEM FLYING" lässt den Rückschluss zu, dass es verstärkte Anstrengungen geben wird, Piloten bei der Wiedererlangung der medizinischen Tauglichkeit zu untersützen. In den nächsten Tagen wird es sehr interessante Vorträge von Medizinern, Behördenvertretern und Psychologen geben. Für uns als Pilotenvertreter ist es enorm wichtig, den aktuellen Stand dieses sehr dynamischen Prozesses direkt von den Entscheidungsträgern zu erfahren. Es gab im Vorfeld zu diesem Kongress bereits sehr interessante Gespräche. In den nächsten Tagen werde ich die Möglichkeit haben, unsere Positionen zu vertreten und vielleicht auch mehr Verständnis für unsere Anliegen zu schaffen. Einen ausführlichen Bericht von dem Treffen hier in Zürs wird es in einer der nächsten Ausgaben der ACA-Info geben.

HUPER Meeting Paris

Gespeichert von Brunhofer Franz am/um 28. Juli 2017 - 9:28

Ein Ziel des Huper Meetings in Paris war/ist, ein Pilot Support Manual zu entwerfen.

Eine stark strukturierte Arbeitsweise in "Spezialistengruppen" hat uns diesem Ziel sehr nahe gebracht.

In Europa wird dieses Thema in erster Linie mit der German-Wings-Tragödie in Verbindung gebracht - unabhängig davon berichten Kollegen aus den unterschiedlichsten Regionen dieser Welt, dass er Bedarf an Pilot Support offensichtlich weltweit enorm ansteigt.

Wir sind uns einig, dass alle Pilotenverbände Unterstützungsprogramme anbieten sollten. Dabei muss auf regionale Gegebenheiten Rücksicht genommen werden.

Am heutigen, letzten Tag, werden die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen zusammengefasst und innerhalb der ganzen Gruppe besprochen und bewertet.
 

Blog Thema:

HUPER Meeting Paris

Gespeichert von Brunhofer Franz am/um 26. Juli 2017 - 11:44

Das Human Performance (HUPER) meeting hat heute in Paris begonnen.

Der französische Pilotenverband (SNPL) stellt uns dabei die Räumlichkeiten am Flughafen CDG zur Verfügung.

Pilot Command Training war ein zentrales Thema am Vormittag.

Viele Pilotenverbände berichten, dass aufgrund verschiedener Umstände (enormes Wachstum, Pensionierungen,...), viele first officer mit relativ wenig Flugerfahrung das Captain-Training durchlaufen.

Das Training ist dabei oft auf Piloten mit langjähriger Flugerfahrung abgestimmt.

Es ist zwar prinzipiell recht erfreulich, dass die Wartezeit auf Commander-Positionen in vielen Regionen kürzer wird, trotzdem bleibt die Frage, ob das angebotene Training den Veränderungen Rechnung trägt.

Eine sehr intensive Diskussion zeigt, dass große regionale Unterschiede dabei zu beachten sind.

Einerseits gibt es Fluglinien, bei denen Copiloten keinen Start/Landung als pilot flying machen dürfen - auf der anderen Seite dauert die Umschulungsphase vom 1. Offizier zum Captain in manchen Regionen bis zu 3 Jahre.

Die Komplexität dieser Thematik wird evaluiert mit dem Ziel eine klare Stellungnahme diesbzüglich zu erarbeiten.

Am Nachmittag beginnt die intensive Arbeit in 3 Arbeitsgruppen:

  • Pilot Assistance
  • Performance Based Navigation
  • Evidence- and Competency Based Training

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