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Flight Time Limitations

Ergebnis zu neuer Studie zu Fatigue

Gespeichert von Administrator am/um 12. Dezember 2016 - 12:05
Low Cost und Cargo Airlines haben eine signifikant geringere Safety Culture und eine große Zahl von ermüdeten Piloten im Cockpit - verglichen mit Netzwerk-Airlines. Das ist eines der Ergebnisse zu der die groß angelegte Studie der London School of Economics and Politics (LSE) und Eurocontrol gekommen sind. Die Umfrage, an der sich 7239 Piloten (!) beteiligt haben, zeigt zwar einen guten Allgemeinzustand, was die Safety Culture in Europa betrifft, aber es gibt doch einige beunruhigende Ergebnisse, die allerdings für Luftfahrt-Insider kaum Überraschungen bringen:
  • Ein sehr großer Teil der Piloten in Europa fliegt übermüdet (58%)
  • Nur 39% glauben, dass sie ausreichend Training haben, wenn es neue Systeme oder Procedures gibt
  • Nur die Hälfte der Befragten glaubt, dass es eine gute Kommunikation über Safety Themen in den Firmen gibt
  • Nur 37% haben ein großes Vertrauen in das Airlinemanagement, was Safety betrifft
  • Weniger als die Hälfte der Befragten glauben, dass die nationalen Aufsichtsbehörden Sicherheit in ausreichendem Maße ernst nehmen

FTL - Working Group Meeting

Gespeichert von Peter Ziegelwanger am/um 29. Februar 2016 - 15:30

Am 29. Februar fand wieder ein FTL Working Group Meeting der ECA in Brüssel statt. Eigentlich sollte die EASA Ops europaweit eingeführt sein. Doch Österreich sowie Deutschland und einige andere Länder hinken hinterher. Es gibt bereits Anträge für Ausnahmegenehmigungen. Damit stellt sich heraus, dass das Regelwerk "lebt" und sich erst wirklich entwickeln muss.

EASA FTLs in Kraft

Gespeichert von Administrator am/um 17. Februar 2016 - 11:13

Bildquellehttps://commons.wikimedia.orgMOON & PLANE (10572919573).jpg / Urheber: Sebastian Lebribri /  https://www.flickr.com/people/77035235@N04

Ab heute, 18. Februar 2016 gelten die neuen EASA ‚FLIGHT TIME LIMITATIONS’ in ganz Europa!

  • Die neuen ‚Flight Time Limitations (FTL)’ verlangen mehr als simples Beachten der Dienst-/und Ruhezeiten. Neben der Einhaltung der vorgeschriebenen Limits, muss die Flugfirma (der Operator) Ermüdung aktiv durch einen internen Prozess beobachten, analysieren und managen (Fatigue Risk Management-FRM).
  • Am 18. Februar 2016 geht eine zweijährige Übergangsfrist zu Ende. Unser Dachverband ECA meldet, dass trotzdem einige ‚Operators’ und Luftfahrtbehörden noch nicht für ein funktionierendes FRM bereit sind.
  • Die wissenschaftliche Erfassung von Daten in den nächsten drei Jahren, sieht ACA als extrem wichtig. Nachtflüge und ‚zerstückelte’ Dienstzeiten sollen erhoben werden, die Auswirkungen analysiert und ggf. in Änderungen der FTL einfließen.

ACA hofft, dass die neuen FTL die Sicherheit der Luftfahrt verbessern und für Besatzungen die Lebensqualität erhöhen.

Flight Time Limitations Working Group Meeting ECA Brüssel

Gespeichert von Christian Mayrhofer am/um 9. September 2015 - 14:37

Die neuen Dienstzeitregeln der EASA stehen vor der Tür, nächstes Jahr am 18. Februar 2016 läuft die zweijährige Opt-out-Phase aus, dann sollten die Regeln in Kraft sein. Bis dahin ist für die Firmen und die nationalen Behörden einiges zu tun, speziell die Thematik Fatigue Risk Management stellt hier grosse Anforderungen. Hier werden alle Stakeholder, Piloten, Behörde und Operator gefragt sein.

Wir bringen uns in Brüssel bei ECA gegenseitig auf den letzten Stand und diskutieren die Probleme und mögliche Lösungen. Interessant, wie gross der Spread zwischen den einzelnen Staaten mitunter ist. Obwohl die neuen Regeln und die dazugehörigen Deadlines lange bekannt sind, sind einige Staaten und Operator bis jetzt säumig. Der 18. Februar wird aus heutiger Sicht ein spannendes Datum für Europas Luftfahrt.
 

Flight Time Limitations Meeting ECA Brüssel

Gespeichert von Christian Mayrhofer am/um 30. September 2014 - 13:03
Am 18. Februar 2016 treten die neuen EASA FTL in Kraft, viel Zeit noch, könnte man meinen. Allerdings ist der Umfang der Änderungen nicht zu unterschätzen, dahinter steht der Ansatz, weg von den starren Regeln hin zu einem "performance based" Systen zu kommen, wo das Ergebnis mehr Bedeutung hat als die Regel. FRMS ist ein essentielles Tool dafür, das noch viele Fragen aufwirft. Daniel Coutelier von EASA hat uns bei diesem Meeting hierzu Informationen zum Ansatz von EASA gegeben. Ein sehr interessanter und wertvoller Austausch, auch wenn die Meinungen mitunter unterschiedlich sind. Weiters haben wir uns mit praktischen Problemen bei der FRMS-Einführung auseinandergesetzt, es geht schön langsam in medias res. Wir als ACA sind da schon gut eingearbeitet und werden weiter berichten.
 

Irisches AOC für Norwegian Air International (NAI)

Gespeichert von Administrator am/um 14. Februar 2014 - 10:14

Präzedenzfall geschaffen für die Aushöhlung von Arbeitnehmerrechten, das Umschiffen von gesetzlichen Vorschriften, zur Leistung von Steuern und sozialen Verpflichtungen

Die Entscheidung der irischen Behörde (12.2.2014), NAI ein AOC zu gewähren, wird ernstzunehmende Auswirkungen auf die Luftfahrt in der EU haben. NAI bewegt sich nicht mehr innerhalb der Grenzen des Wettbewerbs sondern betreibt ein Business Model, das zu Sozialdumping führt. NAI hat vor, zwischen Europa, den USA und Thailand zu fliegen - ohne je irischen Boden zu berühren.

Das irische AOC ist die Voraussetzung, dass das norwegisches Unternehmen im Rahmen der EU-US Verkehrsabkommen überhaupt mit den Vereinigten Staaten in Verhandlung treten kann. ALPA, der Pilotenverband unserer amerikanischen Kollegen, hat bereits massiv gegen die Aufnahme von Verhandlungen protestiert. Einer der Hauptkritikpunkte an NAI ist sein Personalmodell: NAI mietet seine Piloten durch eine Personalfirma in Singapore und stationiert sie in Thailand. Die Personalfirma verlangt, dass die Piloten unter individuellen Verträgen arbeiten, die weit unter jenen der fixangestellen Piloten liegen. Weder Piloten noch das Unternehmen leisten somit Steuer und Sozialabgaben für Crews in der EU, obwohl sie aber mehrheitlich hier leben. Das irische AOC hat noch einen Vorteil: Irland ist eines jener EU Länder mit den unternehmerfreundlichsten Abgaben. All das verschafft NAI enorme Wettbewerbsvorteile, zu Lasten der europäischen Konkurrenz.
Der europäische Pilotenverband ECA richtete einen Appell an die EU Kommission, dieser Praxis in Zukunft einen Riegel vorzuschieben und mit Entschlossenheit zu prüfen, ob EU Recht eingehalten wird. Die sich hier abzeichnenden Vorgänge bilden genau jenen Mix, der auch zum Cork Accident führte.

https://www.eurocockpit.be/stories/20140213/a-license-to-distort-competi...

Sprachenvielfalt

Bild des Benutzers Siegfried Lenz
Gespeichert von Siegfried Lenz am/um 13. November 2013 - 15:19

Dieser Tage wurden die nationalen Sprachversionen der FTL-Regelung publiziert. Sie sind alle gleichermaßen anwendbares EU-Recht. Daher haben wir uns die deutsche Version genau angesehen. Insgesamt haben wir ACG, BMVIT und ECA vier eng beschriebene Seiten mit sinnstörenden und schlampigen Übersetzungen, ja sogar ausgelassenen Satzteilen übermittelt. Natürlich werden wir dranbleiben und prüfen, ob die Fehler im endgültigen Text auch tatsächlich korrigiert werden. (Foto Adam Rifkin)
 

ACA in der ZIB24

Bild des Benutzers Siegfried Lenz
Gespeichert von Siegfried Lenz am/um 11. Oktober 2013 - 14:12

Nach der enttäuschenden Abstimmung im Europaparlament war ich als ACA-Generalsekretär mit einem ausführlichen Interview in der ZIB24.

(Da das Interview aufgezeichnet war, kannte ich den Inhalt des davor gesendeten Beitrags nicht. Wir haben die Redakteurin aber auf die Unstimmigkeiten hingewiesen. Offenbar fällt die Trennung zwischen Safety-Themen und arbeitsvertraglichen Themen nicht allen leicht.)

 

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