Treffen der "european society of air safety investigators"

Gespeichert von Brunhofer Franz am/um 23. Mai 2018 - 15:20

~~Der Präsident der europäischen Gesellschaft der Flugunfalluntersucher (ESASI) – Olivier Ferrante – hat heute das ESASI Seminar 2018 in Riga eröffnet.
Gleich zu Beginn betonten Vertreter des Verkehrsministeriums von Lettland den hohen Stellenwert der Flugunfalluntersuchung und der internationalen Zusammenarbeit in diesem Bereich.
Ich war überrascht, dass von den 120 Teilnehmern neben mir kaum aktive Linienpiloten bei dieser Veranstaltung anwesend waren.
Bei einigen Diskussionen nach den recht interessanten Vorträgen, wurde rasch klar, dass die Perspektive von den Piloten oft nur unzureichend berücksichtigt wird.
So wurde z.B. eine Studie über „air traffic safety“ auf Großflughäfen (Amsterdam) vorgestellt.
Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass trotz der sehr komplexen Situation (z.B. 16 Mal pro Tag wird die Pistenverteilung geändert), die Sicherheit nicht beeinflusst wird. Nachdem ich meine Bedenken diesbezüglich geäußert hatte, entwickelte sich eine sehr interessante Diskussion. Dabei wurde klar, dass unsere Perspektive verstärkt in den Prozess einfließen muss.
Am Nachmittag wurde die FreshAirCraft Studie (FACTS) der EASA vorgestellt. Es zwar sehr positiv, dass sich die EASA mit „cabin air“ auseinandersetzt, allerdings gibt es Mängel beim Studiendesign (Messmethode, Messgeräte,..), die bei anschließenden Diskussionen „im kleinen Kreis“ kritisiert wurden.
Interessant scheint in diesem Zusammenhang auch, dass Messungen auf B-787 (keine engine bleed air) ergaben, dass die Qualität der Kabinenluft mit jener der B-767 vergleichbar ist.
Weitere Infos zu diesem und anderen Themen wird es in der übernächsten ACA-Info geben.

 

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Treffen der "european society of air safety investigators"

Gespeichert von Brunhofer Franz am/um 22. Mai 2018 - 20:39

Die europäische Gesellschaft für Flugunfalluntersuchung (European Society of Air Safety Investigators – ESASI) hat mich als Vertreter der ACA zu einer Konferenz nach Riga eingeladen.
Bei diesem Treffen werden aktuelle Flugunfalluntersuchungen aus europäischer Sicht dargestellt.
Darüber hinaus bieten solche Veranstaltung eine optimale Plattform zum Informationsaustausch zwischen den unterschiedlichsten Institutionen und Interessensvertretungen der Luftfahrt.
Meiner Meinung nach ist es wichtig, dass auch wir als Pilotenvertreter solche Gelegenheiten nutzen, um unsere Anliegen vorzubringen.
Die Konferenz beginnt morgen, am 23.5. und dauert zwei Tage.
Da ich bereits heute nach Riga geflogen bin, konnte ich im Anschluss an das Meeting der „military investigation group“ recht interessante Gespräche führen.

 

 

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