ACA/AATCA Profi Lounge

ACA/AATCA Profi Lounge: Am 6. Juni ist es wieder soweit! ACA Mitglieder werden die Gelegenheit haben, sich mit den Air Traffic Controllern und Pilotenkollegen auszutauschen. Der Termin steht! Im Juni haben wir den Sommer mit seinen besonderen Herausforderungen noch vor uns, deshalb erscheint uns der Termin sinnvoll. Zudem haben wir zu dieser Zeit gute Chancen, nach dem fachlichen Austausch einen sommerlichen Abend bei Freigetränken für unsere Mitglieder genießen zu können. Als Location wurde die Strandbar Herrmann gewählt, also Termin freihalten. Nähere Infos folgen!

6. Juni 2019, ab 18:30 Uhr ACA/AATCA Profi Lounge – Eintritt für Mitglieder frei

Kabinenluft

Seit einigen Jahren schon ringen Vertreter von Industrie und Nutzer um einen europäischen Kabinenluftstandard. Nun ist man einen großen Schritt weiter gekommen. Es gibt einen Draft, der nun im CEN Plenary Meeting, das zur Zeit in Köln stattfindet, diskutiert wird. ACA ist dabei. Bericht folgt in Kürze in der aca-Info.

Presidents Meeting London BALPA

Heute findet das erste Presidents Meeting 2019 statt. Gastgeber BALPA lud nach London zum Ausstausch in folgenden Bereichen ein: 737 max; RYR; FTL Study und EU Social Agenda Report.

Mehr dazu in unserer nächsten Ausgabe der ACA Info.

Läufer gesucht

Liebe Mitglieder,

der diesjährige Vienna City Marathon nähert sich mit schnellen Schritten! ACA wird wieder dabei sein – ein Läufer/eine Läuferin fehlt noch. ACA sucht ein Mitglied, das den 2. Abschnitt (6 km) übernehmen möchte. Interessierte melden sich bitte per Mail oder telefonisch bei uns!

Termin: Sonntag, 7. April 2019 

Wer noch den Dienstplan für April abwarten will oder muss, kein Problem. Bitte bis spätestens 22. März Bescheid geben!

Und falls sich mehr Lauf-Afficionados melden – her mit euch, dann stellen wir eine zweite Staffel! Es gibt coole ACA T-Shirts für jeden Teilnehmer.

https://www.vienna-marathon.com

Together for a safe flight!

Euer ACA Team

Verband Österreichischer Verkehrspiloten
Office Park 3, 1300 Flughafen Wien
T: +43 1 997 1787
E: office@aca.or.at, I: www.aca.or.at

Ethiopian flight ET302

Beim Absturz einer B737-800 MAX (Flug ET302) am Sonntag kurz nach dem Start in Addis Abeba kamen alle Crewmitglieder und Passagiere ums Leben. Unsere Gedanken sind bei den Familien und Hinterbliebenen.

Wie der internationale Pilotenverband IFALPA in seiner Aussendung am 10.3. betont, sollten Spekulationen über die Ursache für das Unglück vermieden werden. Nur eine profunde Unfalluntersuchung wird dies klären können. IFALPA wird den äthiopischen Behörden Unterstützung und Expertise für die Aufklärung des Unfalls anbieten.

Wir hoffen, dass die technische Untersuchung dem ICAO Annex 13 folgen wird, dessen Hauptziel es ist, alle Faktoren, die zu diesem Unfall geführt haben zu berücksichtigen, und Empfehlungen auszuarbeiten, um zukünftige Ereignisse dieser Tragik zu verhindern.

Update 13.3.2019: Nach Bekanntwerden der Software Problematik bei Boeing betreffend diesen Typ, war das Grounding der B737 Max für den europäischen Luftraum eine wichtige Entscheidung der EASA im Sinne des precautionary principle.

Female Pilots bei IFALPA

Zum diesjährigen internationalen Frauentag freut sich ACA mit vielen Kolleginnen weltweit über die Entscheidung des IFALPA Executive Boards, der Bildung einer “Female Pilots Working Group” zuzustimmen.

Mit diesem Schritt wird es möglich, spezifische Themen der Pilotinnen innerhalb dieser Arbeitsgruppe zu diskutieren und Lösungen für Probleme zu erarbeiten. Ein zentrales Thema wird auch die Rekrutierung von Pilotinnen für die aktive Mitarbeit in dieser Working Group sein.

Isap’19

Die Austrian Aviation Psychology Association (AAPA) ist auch heuer wieder Veranstalter der International Summer School on Aviation Psychology (ISAP). Das Programm der 5-tägigen Veranstaltung (1.-5 Juli 2019) lautet:

Next Generation Aviation Challenges in Future Aviation Systems

Für ACA Mitglieder gibt es Plätze für die Teilnahme an einzelnen Tagen der Summer School. Die Teilnahme ist für ACA Mitglieder kostenlos. Anmerkung: Die Zahl der Plätze, die ISAP an ACA vergeben kann, ist beschränkt. Es gibt keinen Anspruch auf einen freien Platz.

Bei Interesse bitte nicht online registrieren, sondern ein Mail mit gescanntem Mitgliedsausweis an  isap@aapa.or.at mit „sponsored by ACA“ senden.

Weitere Infos: https://aapa.or.at/de/ISAP19

Betrügen der inneren Uhr – Fehlanzeige

Trotz neuer, einheitlicher Flugdienstzeitregelung leiden Europas Piloten weiterhin unter Müdigkeit im Cockpit

Müdigkeit kann bei Piloten zu einem erhöhten Flugsicherheitsrisiko führen.
Eine neue Studie zeigt die Schwächen der europäischen FTLs (Flight Time Limitations) ganz klar auf. Diese definieren, wie lang Piloten im Einsatz sein dürfen, und wann sie Ruhezeiten benötigen.

Die neue Studie, basierend auf Echtzeit-Flugdurchführungen von 24 Airlines und im Auftrag von EU Kommission und EASA (European Aviation Safety Agency) ausgeführt, zeigt, dass Nachtflüge und „disruptive schedules“ zu sehr starker Ermüdung führen.

Die Umfrage wurde 2017 von 15.680 Piloten und Cabin Crew beantwortet. Für Nachtflüge sind Dienste mit 11:00 Stunden, bzw. 12:45 Stunden, wenn der Dienst am späten Nachmittag beginnt (ohne Pausen) erlaubt. Die Studie zeigt, dass alle Nachtflüge, selbst wenn sie nicht so lange dauern, sehr ermüdend wirken. Dies betrifft vor allem Langstrecken-Crews.

Die zweite Erkenntnis betrifft die „disruptive schedules“. Diese Dienste starten am frühen Morgen (z.B. um 5:00 Uhr) oder enden sehr spät am Abend (z.B. zwischen 23:00 und 01:59). Wenn es mehrere solche Dienste hintereinander gibt, bzw. wenn sich Piloten rasch wieder auf normale Dienstzeiten umstellen müssen, führt das zu erhöhter Müdigkeit. Diese Probleme kennen in erster Linie Kurzstreckenpiloten.
Die Studie bestätigt, dass diese Dienste die innere Uhr und damit den Wach-Schlaf-Rythmus unterbrechen. Wenn man jene Stunden, die man benötigen würde, um sich auszuruhen und Schlaf nachzuholen, stattdessen als Crew fliegend in einem Cockpit verbringen muss, so birgt das ein hohes Sicherheitsrisiko.

Die Studie bestätigt verschiedene, frühere, wissenschaftliche Assessments. Diese empfahlen u.a. striktere FTL Regeln, z.B. Nachtflüge für unverstärkte Cockpitbesatzungen (mit zwei Piloten) auf 10 Stunden zu beschränken und direkt hintereinander eingeteilte disruptive schedules auf 2-3 Dienste (davor und danach mit längeren Ruhezeiten).
Auf ähnliche Werte kam eine andere Studie 2016, durchgeführt von der London School of Economics (LSE) 2016, eine Kernaussage damals war, dass 6 von 10 Piloten Müdigkeit erleben, und nur 2 von 10 denken, dass ihre Airlines diese Problematik ernst nehmen.

Es ist zu hoffen, dass diese klaren Resultate bei den Verantwortlichen zu ebenso klaren Handlungsschritten führen.

Zur EASA Studie

EU Markt für Airlines weiter liberalisiert

EU hat mit Qatar ein Luftfahrt-Abkommen geschlossen. Die Verhandlungen sind abgeschlossen, unterzeichnet soll das Dokument noch in diesem Jahr werden. Es beinhaltet im Wesentlichen die 3. und 4. Freiheit (Recht auf Beförderung von Passagieren und Cargo vom Heimatflughafen ins betreffende Ausland und zurück) für beide Wirtschaftsräume, die 5. Freiheit (Passagiere und Fracht aufnehmen, zwischenlanden und ins Zielland weiterfliegen und zurück ebenso) für bestimmte Cargo Operations.

Apropos Wirtschaftsräume: die EU = 28 Staaten und 500 Mio Einwohner, Qatar = 3 Mio Einwohner. In diesem Abkommen wurden auch Social- und Fair Competition – Klauseln eingebaut. Diese verlangen, dass Mindeststandards (gemäß ILO) nicht verletzt werden dürfen. Qatar muss sich deshalb enorm anstrengen, denn es hat den Ruf, Gewerkschaften, Tarifverhandlungen oder Betriebsräte nicht zuzulassen. Die Social Clause wird der EU Kommission erlauben, darauf zu achten, dass billige qatarische Arbeitskräfte nicht EU Arbeitskräfte mit hohen sozialen Standards ausbremsen. Ein Joint Committee, bestehend aus Vertretern der Industrie aber auch von unserem Dachverband ECA, werden die Umsetzung dieser Klauseln überwachen.

Zur Press Release der ECA (4.3.2019)

Laudamotion A320, London 2019-03-01

Ein Vorfall wie er zum Glück sehr selten passiert. Startabbruch nach einem lauten Knall in einem Triebwerk, danach waren mutmaßlich Feuer und Funken aus dem Triebwerk zu sehen. Der Airbus A320 kam nach 270 m zum Stillstand, danach wurde eine Evakuierung eingeleitet. Dies sind die Fakten. Seither konnte man im Netz zahlreiche Spekulationen und Sensationsmeldungen verfolgen. Wir möchten einmal mehr darauf hinweisen, dass über den Vorfall (inklusive Evakuierung) erst nach Abschluss der Untersuchung durch das AAIB (Air Accidents Investigation Branch) geurteilt werden kann. Wir sind froh, dass dieses Ereignis aufgrund der richtigen Entscheidung und Vorgangsweise der Cockpit-Crew glimpflich ausgegangen ist.

In so einer Situation ist jede Unterstützung wichtig. ACA nahm unmittelbar nach Bekanntwerden des Unfalls, noch in den Abendstunden des 1. März Kontakt mit dem Betriebsratsvorsitzenden auf, um festzustellen, welche Unterstützung gebraucht wird. Danach stellten wir den Kontakt zur englischen Pilotenorganisation (BALPA) her. Die Kollegen in UK waren sofort bereit, der Laudamotion Crew jede Hilfe zu geben, die sie benötigen. Ein ACA Vertreter war bei den Interviews, die das AAIB mit den Crews führte, anwesend.