Deportees

Die Thematik der Deportees beschäftigt weiterhin ungebrochen einzelne Staaten und die involvierten Airlines. Die internationalen Pilotenvertreter sind sich einig, dass es nach der Tokio Convention und den daraus resultierenden Befugnissen für den Commander nur möglich ist, eine Abschiebung zu verhindern, wenn ernste Zweifel an der sicheren Flugdurchführung bestehen. Keinesfalls sollten diese Commander-Befugnisse dazu verwendet werden, um aus humanitären Gründen oder auf Druck einer Gruppierung eine Abschiebung zu verhindern. Sollte Druck auf einzelne Crewmitglieder ausgeübt werden, so ist das innerhalb der Airline bzw. den Behörden zu melden.

Einer Abschiebung liegt ein juristischer Prozess zu Grunde. Die Verantwortung für die Abschiebung an sich liegt ausschließlich beim abschiebenden Staat. Was womöglich mit einem Deportee nach Ankunft in seinem Heimatland passiert, liegt nicht im Verantwortungsbereich der Crew. IFALPA verurteilt jegliches Vorgehen, bei dem Crews unter Druck gesetzt werden oder das Flugzeug als Demonstrationsort verwendet wird.

Weiterlesen: das Position Paper der IFALPA 19pos15-passenger-flights-carrying-deportees.pdf